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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Schweinekrusten-Chips können theoretisch Teil einer lektinfreien Ernährung sein. Doch praktisch gibt es einige Aspekte zu beachten. Schweinekrusten entstehen, wenn Schweinehaut frittiert wird, meist in Schweinefett.
Diese Chips gelten als gute Proteinquelle, insbesondere wegen des enthaltenen Kollagens. Das könnte sie zu einem prinzipiell gesunden Snack machen.
Doch kommt es darauf an, wie die Schweine gefüttert wurden.
In der Massentierhaltung werden Schweine häufig mit Soja und Mais gefüttert. Das hat zur Folge, dass deren Fett unverhältnismäßig reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist, die als entzündungsfördernd gelten.
Dies bemerkt man oft daran, dass beim Erhitzen der Fette viel Flüssigkeit austritt. Eigentlich sollte Schweinefett größtenteils aus gesättigten Fetten bestehen, die bei Raumtemperatur stabil sind.
Ein weiteres Thema ist der Zusatz von Antioxidantien, um das Frittierfett haltbarer zu machen. Häufig werden chemische Zusätze gewählt, wovon einige weniger zuträglich für die Gesundheit sein können.
Werden natürliches Vitamin E (E306, Tocopherol) verwendet, ist das meist akzeptabel. Dennoch gilt es, achtzugeben, insbesondere bei importierten Produkten wie dänischen Schweinekrusten, die oft künstliche Antioxidantien enthalten können.
Vor dem Supermarktregal stehen Sie vor der Entscheidung: Kartoffelchips oder Schweinekrusten-Chips? In Bezug auf eine lektinfreie Ernährung sind Schweinekrusten in diesem Fall die bessere Wahl.
Suchen Sie jedoch nach der gesünderen Alternativen, könnten Kochbananenchips, in Kokosöl frittiert, die bessere Option darstellen. Diese bieten ein günstigeres Nährstoffprofil und sind jetzt sogar leichter in Europa erhältlich.