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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Piment, auch als Nelkenpfeffer oder Jamaika-Pfeffer bekannt, ist ein vielseitiges Gewürz mit einem reichen Aromaprofil. Es stammt vom immergrünen Baum Pimenta dioica, der in Amerika beheimatet ist.
Piment hat einen Geschmack, der an Pfeffer, Nelken, Muskat und Zimt erinnert, weshalb es auch auf Englisch 'allspice' genannt wird.
Ein wesentlicher Bestandteil von Pimentöl sind die Phenole, insbesondere Methyleugenol und Eugenol.
Während Eugenol in vielen Gewürzen vorkommt und selten allergische Reaktionen hervorrufen kann, zeigt Methyleugenol in Tierstudien krebserregende Eigenschaften. Dies wirft die Frage auf, ob Piment selbst krebserregend sein könnte.
Unterschiedliche Meinungen existieren zu diesem Thema. In den USA sieht man kein signifikantes Krebsrisiko durch Gewürze wie Piment. Das europäische Komitee für Lebensmittelsicherheit (SCF) hingegen empfiehlt, die Aufnahme von Methyleugenol zu limitieren.
Dennoch werden Gewürze selten in großen Mengen konsumiert, was die tatsächliche Gefahr relativiert.
Piment enthält auch reichlich Polyphenole, die Pflanzen farbig machen und unsere Darmflora fördern.
Diese Polyphenole tragen zu den gesundheitlichen Vorteilen von Piment bei, trotz des in Piment enthaltenen Giftstoffs zur Abwehr von Fressfeinden. Kleine Mengen dieses Gifts sind für den menschlichen Körper oft nicht schädlich, ein Prinzip, das als 'Hormesis' bekannt ist.
Bei moderater Aufnahme könnten Polyphenole sogar gesundheitsfördernd wirken.
Bei der Frage nach dem Krebsrisiko durch Piment sollte man jedoch einen breiteren Ansatz zur Krebsvorsorge verfolgen.
Alter ist der größte Risikofaktor für Krebs, doch andere Risikofaktoren wie Übergewicht und chronische Entzündungen können wir beeinflussen. Beispielsweise sollten Sie Ihre Entzündungsmarker wie das CRP-Protein und TNF-alpha regelmäßig kontrollieren lassen.
Des Weiteren spielen erhöhte Insulinspiegel und Wachstumshormone wie der Insulin-like Growth Factor 1 (IGF-1) eine Rolle. Regelmäßige Fastenzyklen können diese Wachstumsfaktoren reduzieren und somit indirekt das Krebsrisiko senken.
Diese präventiven Maßnahmen sind weitaus bedeutender als die reinen Überlegungen zum Pimentverzehr.
Piment mag Methyleugenol enthalten, doch es macht einen großen Unterschied, ob man reines Methyleugenol in großen Mengen konsumiert oder kleine Mengen in Form des Gewürzes.
Abgesehen von bekannten Allergien und der begrenzten Exposition durch Methyleugenol, gibt es keinen Grund zur Sorge beim üblichen Konsum von Piment.