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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Wenn Sie im Internet nachlesen, werden Sie schnell finden, dass griechischer Joghurt als gesund angepriesen wird. Doch besonders im Kontext einer lektinfreien Ernährung sollten Sie genauer hinschauen.
Griechischer Joghurt, auch als Abtropfjoghurt bekannt, weist im Vergleich zu normalem Joghurt eine doppelt so hohe Eiweißmenge, weniger Kohlenhydrate und mehr Fett auf.
Der Hauptunterschied liegt jedoch in der Proteinzusammensetzung.
Griechischer Joghurt enthält weniger Molkeneiweiß und dafür mehr Kasein. Kommt der Joghurt von der falschen Kuh, beispielsweise einer A1-Kuh, kann er für Menschen, die Lektine nicht vertragen, schädlicher als herkömmlicher Joghurt sein.
Stammt der griechische Joghurt jedoch von A2-Kühen, sind in der Regel keine größeren Schwierigkeiten zu erwarten. Daher ist es wichtig, beim Einkauf auf das Etikett und das Herkunftssiegel zu achten.
Wenn keine gesicherte Herkunftsbezeichnung vorliegt und der Joghurt aus dem Supermarkt stammt, ist konventioneller Joghurt meist die bessere Wahl.
Ein Vorteil von griechischem Joghurt ist der hohe Gehalt an Milchsäurebakterien, was ihn zu einem hervorragenden probiotischen Lebensmittel macht.
Bei einer guten Quelle bin ich daher durchaus ein Fan von griechischem Joghurt.
Dennoch bleibt griechischer Joghurt in der Regel ein Kuhmilchprodukt. Wer es noch sicherer haben möchte, sollte auf Joghurt aus Schaf- oder Ziegenmilch zurückgreifen, da diese Milcharten in der Regel A2-Milch sind und damit unproblematischer.
Es gibt mittlerweile Marken auf dem Markt, die griechischen Joghurt aus Schaf- oder Ziegenmilch anbieten. Dies könnte eine gute Idee sein, um sicherzustellen, dass man ein verträgliches Produkt konsumiert.
Bedenken Sie jedoch, dass durch den höheren Kasein-Anteil diese Produkte weniger gut verdaulich sind und länger im Magen bleiben. Auf der anderen Seite bietet dies eine bessere Proteinversorgung.