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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Ab welchem Zeitpunkt sollten Sie auf Lebensmittel verzichten, bei denen Sie einen positiven IgG-Antikörpertest haben? Diese Frage beschäftigt viele Patienten und verlangt eine individuelle Betrachtung.
Grundsätzlich führen wir keine standardisierten IgG4-Antikörpertests durch, sondern arbeiten mit anderen Formen von IgG-Antikörpertests. Oft gibt es von außen durchgeführte Tests, die es für uns erschweren, ein klares Handlungsschema zu erstellen.
Wir bewegen uns in einer komplexen Welt, in der nicht alles schwarz und weiß ist. Abhängig von der individuellen Patientensituation und unserer umfassenden Erfahrung treffen wir verschiedene Entscheidungen.
Als Grundregel gilt jedoch, dass bei sehr hohen IgG-Antikörperspiegeln unser Ziel darin besteht, diese zu senken. Das gelingt jedoch nicht, wenn Sie entsprechende Lebensmittel weiterhin konsumieren.
Wichtig ist zu verstehen, dass IgG-Antikörper in der Regel keine Ursache Ihrer Beschwerden sind. Vielmehr sind sie ein Symptom, das durch eine erhöhte Durchlässigkeit der Magen-Darm-Schleimhaut auch bekannt als 'Leaky Gut' verursacht wird.
Hierdurch erkennt Ihr Immunsystem im Blut unverdautes Material, was zu einem potenziell zyklischen Problem führen kann.
Die Cut-off-Werte bei IgG-Tests sind oft menschengemacht und können variieren.
So könnte ein Testwert bei einem bestimmten Wert wie 17.532 ein statistisch relevantes Kriterium darstellen, während andere Werte rein willkürlich erscheinen. Das Immunsystem hält sich jedoch nicht immer an diese Parameter.
Praktische Erfahrungen zeigen, dass wir gelegentlich Lebensmittel mit sehr engen Schwellenwerten entweder auf oder von einem Ernährungsplan nehmen. Letztlich ist dies eine Erfahrungssache, und oft sind es die Ergebnisse, die am meisten zählen.
Ernährungspläne müssen funktionieren und individuell angepasst werden.
Sollten Sie unsicher sein und keine regelmäßige Verbindung zu unserer Praxis haben, ist es ratsam, die betreffenden Lebensmittel zunächst zu meiden.
Beobachten Sie auf jeden Fall, ob die IgG-Spiegel fallen. Die Wiedereinführung von Lebensmitteln kann individuell variieren. Unsere Praxis erstellt Ernährungspläne, die auf umfangreiche Erfahrung zurückgreifen.
Verschiedene Protokolle kommen dabei zum Einsatz, um ein optimales Gleichgewicht zu erzielen. Das wird notwendig, um eine Stabilität zu erhalten, die den Zustand während der initialen Eliminationsphase nachbildet.
Wir betonen, dass es keinen Sinn macht, Lebensmittel zu früh wieder einzuführen, insbesondere wenn das Antikörper-Level nur mäßig gesunken ist. Die Erfolgsgeschichte der Elimination dient als Proof of Concept, um die Reaktivierung eines gesünderen Zustands zu endgültiger Verbesserung und Stabilisierung zu führen.
Nur bei einem konsequenten Ansatz können klare Schlüsse gezogen werden, ob ein bestimmtes Protokoll greift.
Klinisch gesehen neigen wir dazu, großzügig vorzugehen und mögliche Auslöser zunächst zu eliminieren, um später eine positive Evaluation vornehmen zu können.
Ziel ist, festzustellen, ob eine Eliminationsdiät tatsächlich erfolgreich ist, und erst dann zu überlegen, wie und wann eine Wiedereinführung sinnvoll sein könnte.