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Wie sollte eine ideale Blutzuckerkurve aussehen?

Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.

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Wie sieht eine ideale Blutzuckerkurve aus?

Viele Menschen fragen sich, wie die optimale Blutzuckerkurve im Alltag aussehen sollte, besonders bei Verwendung eines kontinuierlichen Glukosemessgeräts (CGM).

Dabei tauchen wichtige Fragen auf: Wie hoch darf der Blutzuckerspiegel steigen, wie schnell sollte er wieder sinken, und was ist als Durchschnittswert anzustreben?

Zunächst lässt sich sagen, dass es individuelle Unterschiede gibt.

Die Genetik spielt eine große Rolle, sodass sich die Normalwerte für den Blutzucker von Mensch zu Mensch unterscheiden können. Dennoch gibt es gewisse Grenzwerte, bei deren Überschreitung für jeden gesundheitliche Risiken bestehen.

Werte deutlich über 180 mg/dl gelten beispielsweise allgemein als kritisch, da hier gesundheitliche Schäden langfristig auftreten können.

Allerdings ist es nicht sinnvoll, sich an den maximal erlaubten Grenzbereich heranzutasten.

Sie würden ja auch im Straßenverkehr nicht permanent nahe an der Höchstgeschwindigkeit fahren. Vielmehr sollte die Blutzuckerkurve einem ruhigen, stetigen Verlauf folgen, angepasst an die eigene Stoffwechselsituation.

Wenn Sie also einen stabilen Stoffwechsel und eine gute Gesundheit haben, macht es kaum einen Unterschied, ob Ihr Spitzenwert bei 140, 150 oder 160 mg/dl liegt. Je stärker jedoch eine metabolische Störung, Übergewicht oder eine entzündliche Erkrankung vorliegt, desto vorsichtiger sollten Sie sein.

Denn in diesen Fällen ist die Schadensneigung durch Blutzuckerspitzen größer ähnlich wie bei dichtem Verkehr ein Unfall schwerer wiegt als auf leerer Straße.

Ein schönes Beispiel: Ein junger, gesunder Mensch kann eine Tüte Gummibärchen essen, ohne sofort schwerwiegende Folgen zu spüren.

Mit zunehmendem Alter oder bei gestörter Stoffwechsellage kann dieselbe Mahlzeit zu Problemen wie Gichtanfällen oder anderen Stoffwechselentgleisungen führen.

Ziel sollte immer sein, den Blutzucker möglichst im eigenen, individuell regulierten Optimalbereich zu halten.

Besonders am Anfang hilft es, die Grenzen eher eng zu setzen und zu beobachten, wie Ihr Körper reagiert. „hnlich wie beim Autofahren in der Fahrschule ist entscheidend, sich innerhalb des erlaubten Rahmens zu bewegen und ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie sich verschiedene Speisen auf den Blutzucker auswirken.

Oft unterschätzen wir Menschen die Wirkung von Portionsgrößen. Es empfiehlt sich daher, typische Mahlzeiten durch das CGM individuell zu testen und die eigene Reaktion zu beobachten.

Wer zum Beispiel nach vier Kartoffeln einen zu hohen Wert misst, bleibt beim nächsten Mal vielleicht bei zwei und entwickelt dadurch ein sicheres Körpergefühl, was auch ohne ständiges Kontrollieren der Zahlen anhält.

Bei den technischen Messgeräten ist zu beachten, dass sie meist die Veränderung des Blutzuckers viel präziser darstellen als die Absolutwerte. Es sind oft Unterschiede von 10-20 Punkten zum Laborwert möglich.

So sollten Sie Ihre Ziele im Gerät entsprechend anpassen, falls die Baseline abweicht.

Eine wichtige Regel für die sogenannte Blutzuckerkurve nach einer Mahlzeit: In Anlehnung an den oralen Glukosetoleranztest sollte der Ausgangswert nach circa zwei Stunden wieder erreicht sein.

Ist das nicht der Fall, war entweder die Portion zu groß oder die Mahlzeit für Ihren Stoffwechsel unverträglich.

Ausreißer nach unten, also in den Unterzuckerbereich, spielen für gesunde, nicht insulinpflichtige Menschen kaum eine Rolle.

Selbst Werte um 55 oder 60 mg/dl können individuell normal sein. Viel entscheidender ist die Reaktion des Körpers auf verschiedene Lebensmittel. Eine große Eiweißportion zum Beispiel kann über eine Insulinausschüttung zu einem vorübergehenden Abfall unter die Baseline führen, weil dabei Kohlenhydrate in die Zelle gedrückt werden, ohne dass neue zugeführt werden.

Zur Optimierung der Blutzuckerkurve ist es sinnvoll, herauszufinden, welche Nahrungsmittel gut vertragen werden und bei welchen die Kurve besonders ungünstig ausfällt. Kombinieren Sie Kohlenhydrate mit etwas Fett oder vielen Ballaststoffen, kann das zu einer langsameren Aufnahme führen und den Anstieg abmildern.

Wichtig: Reine Kohlenhydratmahlzeiten verursachen meist den stärksten Anstieg.

Wenn Sie eine hohe Kohlenhydratportion essen möchten, kann es sich lohnen, diese durch Fett oder Ballaststoffe abzupuffern das kann kurzfristig helfen, langfristig ist jedoch die Förderung der Insulinsensitivität durch getrennte Aufnahme von Kohlenhydraten und Fetten effektiver.

Ein Großteil der Blutzuckerspitzen entsteht übrigens durch einzelne problematische Mahlzeiten, nicht durch dauerhaft zu hohe Gesamtnahrungsaufnahme. Wer diese erkennt und umstellt, kann seinen Stoffwechsel oft mit geringem Aufwand stabilisieren.

Wer beispielsweise Kartoffeln besser als Reis verträgt, wird mit der passenden Auswahl und Portionierung langfristig gesündere Werte erzielen.


Quellen: The efficacy of CGM driven machine learning algorithms in predicting hypoglycemia in patients with T1DM a systematic review and meta-analysis.

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