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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Ob gemahlene Hirse schlecht werden kann, ist eine interessante Frage, die oft unterschätzt wird. Gemahlene Hirse enthält, wie viele andere Getreidesorten, ungesättigte Fettsäuren.
Diese Fettsäuren können mit Sauerstoff in Kontakt kommen, was zur Oxidation führt und den Zustand verursacht, den man als ranzig bezeichnet. Wenn Hirse oxidiert, nimmt sie einen bitteren Geschmack an, der leicht erkennbar ist.
Ein praktischer Tipp für den Supermarkteinkauf ist, die Verpackungen von ganz hinten zu wählen. Da die meisten Supermärkte ihre Produkte nach dem Alter sortieren, finden Sie dort häufig das frischeste Produkt.
Eine optimale Lösung, um frisches Hirsemehl sicherzustellen, ist die Eigenproduktion zu Hause. Eine Küchenmaschine mit einem Getreidemühlenaufsatz kann frisches Hirsemehl produzieren, das direkt verwendet werden kann.
Selbst gemahlenes Mehl muss jedoch zeitnah verbraucht werden, da es sonst ebenfalls ranzig werden kann.
Ein Mindesthaltbarkeitsdatum auf Verpackungen sollte nicht ignoriert werden. Dieses gibt Ihnen eine gute Orientierung, wie lange das Hirsemehl bedenkenlos gelagert werden kann.
Produkte mit geringem Fettanteil wie Manuqmehl sind besser lagerfähig, da die Wahrscheinlichkeit der Ranzigkeit viel niedriger ist.
Zur Vermeidung von Ranzigkeit empfehlen einige, das Hirsemehl im Kühlschrank zu lagern.
Diese Lagerung verlangsamt den Oxidationsprozess, aber es besteht ein Risiko, dass Feuchtigkeit das Mehl beeinträchtigt. Kommerziell gekauftes Hirsemehl wird oft für ein Jahr oder länger haltbar gemacht.
Trotzdem bleibt die Verdunklung der Lagerräume und eine trockene Lagerung unerlässlich.
Frisches Hirsemehl selber herzustellen, ist nicht nur eine kostengünstige Option, sondern auch eine Möglichkeit, die Qualität gezielt zu steuern.
Gleichzeitig kann dies ein lehrreiches Erlebnis für Kinder sein, um zu beobachten, wie Nahrungsmittel entstehen. Schlussendlich sollte ranziges Mehl vermieden werden, da es nicht mehr geschmackvoll ist und vermieden werden sollte.