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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Was ist der Hintergrund, in Autoimmunernährungsprotokollen Milch am Anfang eines solchen Protokolls wegzulassen, und warum machen wir das anders?
Die meisten Autoimmunprotokolle, die Sie draußen finden, sind sehr standardisiert und deswegen funktionieren sie oft nicht so gut.
Das bedeutet, wenn wir in der Praxis Lebensmittel-Antikörpertests machen, finden wir bei einem gewissen Prozentsatz der Menschen Milch-Antikörper.
Wenn Sie jetzt versuchen, ein Protokoll zu schreiben, das für alle funktioniert und Sie wollen auf Nummer sicher gehen, dann nehmen Sie Dinge raus, auf die häufig reagiert wird.
Wir sehen zum Beispiel auch immer mal wieder Eier-Antikörper. Allerdings ist das Problem, wenn ich Eliminationsdiäten fahre und ich schränke die Menschen zu sehr ein, dann senkt das die Compliance.
Dann bleiben nicht viele Menschen in der Diät. Daher haben wir ein Protokoll entwickelt, bei dem wir durchschnittlich die beste Erfolgsrate sehen.
Das heißt, wenn ich das Protokoll zu hart einstelle, dann führt es dazu, dass Leute sich nicht daran halten.
Halten sie sich nicht an eine lektinfreie Ernährung, funktioniert sie nicht. Deswegen sagen wir, nach sechs bis acht Wochen sollten Sie eine deutliche Besserung sehen. Wenn nicht, dann schauen wir genauer hin und machen Diagnostik.
Oder aber, wenn Sie zu uns in die Praxis kommen, machen wir zuerst den Bluttest und passen es Ihnen an, dann haben wir diesen Schritt übersprungen.
Wie ist das nun mit der Milch? Die meisten kommerziellen Milchprodukte sind A1-Kasein-Produkte.
Insbesondere in amerikanischen Autoimmunprotokollen wird oft darauf hingewiesen, wegen des Problems mit A1-Milch. Unser Protokoll ist jedoch ein bisschen anders. Wir sagen, Ziegenmilch ist in Ordnung, Schafmilch ist in Ordnung und A2-Milch ist in Ordnung.
Nur A1-Milch eliminieren wir und sehen damit einen völlig ausreichend guten Effekt.
Ich mache das jetzt seit einigen Jahren und ich kann Ihnen sagen, wir haben eine sehr hohe Ansprechrate auf unser Ernährungsprotokoll.
Deswegen gibt es keine Empfehlung, Milch unnötig einzuschränken, aber der Hintergrund ist genau der.