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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei

Reicht es, Nachtschattengewächse zu schälen und zu entkernen?

Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.

Video-Transkript Wenn Nachtschattengewächse wie Tomaten oder Paprika geschält und entkernt werden, verbleiben in ihrem Fruchtfleisch möglicherweise noch Reste von Lektinen. Die Frage ist, ob es empfehlenswert ist, diese Gemüse zusätzlich in einen Schnellkochtopf zu geben, um den Lektingehalt weiter zu reduzieren.

In der Regel ist es für die meisten Menschen nicht notwendig, diesen zusätzlichen Schritt zu unternehmen. Lektine sind eine Mengenfrage. Wenn der Lektingehalt ausreichend reduziert wird, sind die verbleibenden Lektine meist kein Problem.

Zum Beispiel enthalten rohe grüne Bohnen einen Lektingehalt von 7%, der durch Kochen auf 0,1% reduziert werden kann. Für Personen mit einem gesunden Darm ist dieser Wert in der Regel akzeptabel.

Bei entzündetem Darm kann dieser Wert jedoch immer noch zu hoch sein. Ein Schnellkochtopf kann die Lektine auf nahezu 0,0% reduzieren. Es gibt jedoch bestimmte Antinährstoffe, die seltener besprochen werden, da sie die meisten Menschen nicht betreffen.

Tomaten haben beispielsweise einen relativ hohen Gehalt an Aquaporin. Aquaporine in Pflanzen steuern den Wassertransport. Beim Menschen können Aquaporine jedoch autoimmunähnliche Reaktionen auslösen, insbesondere bei Personen mit neurologischen Erkrankungen wie Multipler Sklerose.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass ein bestimmtes Lebensmittel, das auf Ihrem Erlaubniszettel steht, trotzdem eine Reaktion auslöst, kann dies auch an einer echten Allergie, wie einer Tomaten- oder Paprikaallergie, liegen.

Ein Lebensmittelintoleranztest kann hier Klarheit verschaffen. Falls Sie spüren, dass ein Lebensmittel Einfluss auf Ihr Wohlbefinden hat, obwohl keine IgE- oder IgG-Antikörper nachweisbar sind, kann es sinnvoll sein, dieses Lebensmittel zu meiden und nach einiger Zeit erneut zu testen, ob sich die Reaktion wiederholt.

So können Sie den Auslöser identifizieren. Für die meisten Menschen sind diese speziellen Reaktionen jedoch nicht relevant. Es ist dennoch wichtig, auf den eigenen Körper zu hören und Veränderungen im Wohlbefinden zu beachten.


Quellen: Extension of shelf life of tomato (Solanum lycopersicum L.) by using a coating of polyhydroxybutyrate-carboxymethyl cellulose-pectin-thymol conjugate., Food Allergy Unproven diagnostics and therapeutics.

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