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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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In diesem Artikel geht es um die grundsätzliche Frage: Habe ich Hashimoto, eine Hypothyreose oder sogar beides? Die meisten Patienten mit einer Hypothyreose haben auch eine Hashimoto-Erkrankung, aber das muss nicht zwingend der Fall sein.
Hashimoto verursacht eine Hypothyreose, aber nicht jede Hypothyreose wird durch Hashimoto verursacht. Es kann aber auch beides gleichzeitig vorliegen.
Eine Hypothyreose ist eine Unterfunktion der Schilddrüse.
Diese führt zu einem Mangel an Schilddrüsenhormonen. Hashimoto hingegen ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die Schilddrüse angreift und sie über die Zeit zerstört.
Die Ursachen einer Hypothyreose können vielfältig sein. Die häufigste Ursache ist Hashimoto. Es kann aber auch an einem Jodmangel, einer Schilddrüsenoperation, Strahlentherapie oder bestimmten Medikamenten liegen.
Hashimoto selbst kann genetische Prädispositionen oder Umweltfaktoren als Ursachen haben.
Sehen wir uns die Symptome von Hashimoto an. Patienten klagen oft über Gewichtszunahme, Müdigkeit und Kälteempfindlichkeit.
Das liegt daran, dass Schilddrüsenhormone den Grundumsatz und den Kohlenhydratstoffwechsel beeinflussen sowie die Sauerstoffversorgung der roten Blutzellen. Weitere Symptome sind Muskel- und Gelenkschmerzen, trockene Haut und Haarausfall.
Die Symptome einer Hypothyreose sind ähnlich, weil das Grundproblem dasselbe ist: Ein Mangel an Schilddrüsenhormonen.
Zur Diagnose einer Hypothyreose misst man die TSH- und Ft4-Werte.
Bei einer Schilddrüsenunterfunktion ist das TSH oft erhöht und das Ft4 erniedrigt. Bei Hashimoto führt man zusätzlich Tests auf Ft3 und verschiedene Antikörper durch und macht eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse.
Beide Erkrankungen, Hypothyreose und Hashimoto, führen meist zu einer Schilddrüsenhormonersatztherapie. Bei einer Hypothyreose aufgrund von Jodmangel könnte eine Jodzufuhr ausreichen.
Bei Hashimoto ist oft eine lebenslange Hormonersatztherapie notwendig, üblicherweise mit Levothyroxin. Regelmäßige Kontrollen der Hormonspiegel sind wichtig.
Gut eingestellte Patienten mit Hypothyreose haben meist eine gute Prognose und Lebensqualität.
Hashimoto ist eine chronische Autoimmunerkrankung und meist nur symptomatisch behandelbar. Ein gesunder Lebensstil und eine lektinfreie Ernährung können jedoch helfen, das Wohlbefinden zu verbessern und Symptome zu reduzieren.
Prävention und Management bestehen aus einer guten Medikation, regelmäßigen Laborwert-Kontrollen und einem gesunden Lebensstil. Eine lektinfreie Ernährung kann hilfreich sein.
Eine unbehandelte Hypothyreose kann bei Neugeborenen zu Kretinismus und bei Erwachsenen zu einem Myxödem-Koma führen. Hashimoto erhöht das Risiko für weitere Autoimmunerkrankungen.
Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind daher essenziell.