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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Ja, Mandeln enthalten Blausäure, insbesondere die bitteren Sorten. Diese haben im rohen Zustand einen nennenswerten Blausäuregehalt.
Daher werden sie nur in kleinen Packungseinheiten verkauft. Diese Blausäure liegt allerdings als Vorstufe vor, daher ist sie nicht als komplette Blausäure vorhanden.
Jede Pflanze hat ihr eigenes Schutzmittel gegen Fressfeinde.
Es gibt kaum Pflanzen, die gerne gegessen werden wollen, ausgenommen sind reife Früchte. Bittermandeln und Maniok teilen das gleiche Problem. Maniok ist ebenso eine blausäurehaltige Pflanze, doch bei korrekter Zubereitung dampft die Blausäure aus und macht Maniokmehl sicher zum Verzehr.
Eine rohe Maniokknolle hingegen ist wegen des hohen Blausäuregehalts bedenklich. Insbesondere in schlecht belüfteten Räumen sollte Maniok nicht aufbewahrt werden, um das Risiko zu minimieren.
Süße Mandeln enthalten normalerweise keinen nennenswerten Blausäuregehalt und können im rohen Zustand bedenkenlos verzehrt werden, auch in größeren Mengen. Dennoch sollten bittere Mandeln gekocht werden, da die Hitze die Blausäure zerstört.
Dies gilt auch für Maniok: Kochen neutralisiert die Blausäure.
Wenn Sie Mandeln konsumieren möchten, ist der Verzehr von süßen, unbehandelten und geschälten Mandeln sicher.
Allerdings ist die Fettsäurekomposition nicht optimal. Daher empfehle ich beim Backen ein teilentöltes Mandelmehl. Dieses enthält nur noch die Ballaststoffe und das Eiweiß der Mandeln und hat einen reduzierten Fettgehalt.
Damit können viele gesundheitliche Risiken reduziert und eine ausgewogene Ernährung unterstützt werden.