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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Sind in Aminosäuren, die aus Mais gewonnen wurden, noch Lektine enthalten? Das ist eine häufig gestellte Frage, insbesondere im Rahmen der lektinfreien Ernährung. Lektine sind Proteinverbindungen, die in verschiedenen Pflanzen vorkommen und oft als antinährstoffliche Substanzen betrachtet werden.
Lektine können sich an Zellmembranen binden und möglicherweise schädliche Wirkungen haben.
Im Herstellungsprozess von Nahrungsergänzungsmitteln, die Aminosäuren aus Mais enthalten, durchläuft der Mais unterschiedliche chemische Prozesse.
Diese Veränderungen sorgen dafür, dass die ursprünglichen Eiweiße, die Lektine enthalten, in ihre einzelnen Aminosäuren aufgespalten werden. Ein korrekt durchgeführtes Verfahren würde also dazu führen, dass die finalen Produkte keine Lektine mehr enthalten.
Aber und das muss betont werden die Qualitätssicherung beim Produktionsprozess ist entscheidend. Stellen Sie sicher, dass Ihr Hersteller renommierte Verfahren einsetzt und die Produkte auf Schadstoffbelastung geprüft werden.
Denn selbst wenn Lektine abgebaut werden, könnten andere Verunreinigungen problematisch sein.
In meiner Praxis setze ich selten isolierte Aminosäuren ein. Ich empfehle vielmehr die Verwendung von ganzen Proteinen, um die Eiweißmenge auszugleichen.
Ganze Proteine haben den Vorteil, dass sie ein breites Spektrum an Aminosäuren bieten und die Nährstoffaufnahme optimieren. Einzelne isolierte Aminosäuren, wie Tryptophan, mögen ihre Befürworter haben, aber ich halte es für wichtiger, eine umfassende und ausgewogene Zufuhr zu gewährleisten.
Die Frage nach Lektinen in Aminosäuren aus Mais ist somit klärbar: Bei korrekter Verarbeitung sind keine Lektine mehr vorhanden. Trotzdem gibt es gute Gründe, eher auf ganze Proteine zu setzen und sich rundum gesund zu ernähren.