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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.
🛈 Hinweis: Dieses Transkript wurde maschinell erstellt und noch nicht korrekturgelesen. Bitte entschuldigen Sie daher möglicherweise noch bestehende Ungenauigkeiten. Aus Gründen der Barrierefreiheit stellen wir das Transkript in der Rohfassung trotzdem jetzt schon zur Verfügung:
Woher weiß ich, ob ich tatsächlich eine Lektinunverträglichkeit habe? Wir haben den großen Nachteil, dass es keinen 100 Prozent spezifischen Test gibt, der uns diese Frage sicher beantwortet.
Obwohl ein solcher Test wünschenswert wäre, ist es in der Praxis leider nicht so einfach. Stattdessen müssen wir uns auf eine Vielzahl an Indikatoren verlassen, um herauszufinden, ob jemand Lektine verträgt oder nicht.
Ein bewährter Ansatz ist die sogenannte Eliminationsdiät. Eine lektinfreie Ernährung ist eine solche Eliminationsdiät. Wer diese Diät in Erwägung zieht, sollte sicherstellen, dass sie auf eine Erkrankung abzielt, die mit Lektinen in Verbindung gebracht wird.
Zu diesen Erkrankungen zählen Autoimmunerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sowie verschiedene Darmerkrankungen und auch das Reizdarmsyndrom. Diese und ähnliche Erkrankungen könnten durch entzündliche Prozesse im Körper bedingt sein, die möglicherweise von Lektinen ausgelöst werden.
Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Blutuntersuchung. Hierbei können verschiedene Entzündungsmarker bestimmt werden, wie zum Beispiel der CRP-Wert, TNF-alpha oder Interleukin-6. Diese Werte sollten idealerweise unterhalb der Nachweisgrenze liegen.
Oftmals finden wir jedoch erhöhte Werte, die auf eine stille Entzündung hinweisen können. Chronisches Sodbrennen, rheumatoide Erkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und neurodegenerative Erkrankungen wie Parkinson und Alzheimer können ebenfalls Hinweise auf eine Lektinunverträglichkeit geben.
Es gibt einen Antikörper, den wir in Deutschland bestimmen können - den Weizenkeim-Agglutinin (WGA). Dieser Antikörper ist ein Marker für den Kontakt mit Lektinen, speziell aus Weizen.
Zudem können Lebensmittelantikörper im Blut nachgewiesen werden, die auf eine erhöhte Durchlässigkeit des Darms hinweisen (Leaky Gut Syndrome).
Wenn diese Untersuchungen nicht eindeutig sind, empfiehlt es sich, eine lektinfreie Ernährung für mindestens sechs Wochen auszuprobieren.
Während dieser Zeit beobachten wir, ob sich die Entzündungsmarker und spezifischen Autoimmunmarker verringern. Wenn dies der Fall ist, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass eine Lektinunverträglichkeit vorliegt.
Manchmal müssen wir tiefer nach möglichen Ursachen suchen. Es kann sein, dass zusätzliche Lebensmittelunverträglichkeiten bestehen, wie zum Beispiel gegen Eier, Milch oder Mandeln.
Wenn die lektinfreie Ernährung allein nicht den gewünschten Erfolg bringt, könnte es notwendig sein, weitere Lebensmittel auszuschließen.
Letztlich bleibt es eine klassische Methode der Diagnose durch Therapie.
Wenn eine Eliminationsdiät wie die lektinfreie Ernährung zu einer Verminderung der Symptome führt, ist dies ein guter Hinweis darauf, dass Lektine eine Rolle spielen. Sollten Sie Fragen oder Unsicherheiten haben, zögern Sie nicht, sich an einen spezialisierten Arzt oder Ernährungsberater zu wenden.