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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Gibt es eine Altersgrenze für das Fasten? Definitiv nicht. Schon immer war Fasten ein Bestandteil unserer Kulturgeschichte, sei es zu Ostern oder im Advent. Das Alter stellte dabei nie eine Ausnahme dar.
Lediglich bei Krankheiten kann es Gründe geben, die gegen das Fasten sprechen. Doch das Alter allein ist es nicht.
Fasten hat das Ziel, überalterte, seneszente Zellen im Körper zu recyceln und abzubauen.
Diese sind bei älteren Menschen häufiger vorhanden als bei Jüngeren. Daher kann Fasten gerade im Alter viele Vorteile bieten.
Es gibt jedoch eine Altersgrenze nach unten. Kinder in einem bestimmten Alter können noch nicht richtig fasten, sondern nur hungern.
Ein dreijähriges Kind zum Beispiel kann sich nicht bewusst und nachhaltig für eine Fastenkur entscheiden. Erst im Teenageralter entwickelt sich die Fähigkeit, willentlich auf Nahrung zu verzichten.
Ab diesem Punkt ist es möglich, Fastenkuren durchzuführen und diese Gewohnheit ein Leben lang beizubehalten.
Alter ist grundsätzlich kein Hindernis für das Fasten. Einzig die Harnsäurewerte und die Nierenfunktion sollten überprüft werden.
Harnsäure ist ein Abbauprodukt von Eiweiß und anderen Substanzen im Körper, das während des Fastens verstärkt anfällt. Eine gesunde Nierenfunktion ist notwendig, um die Harnsäure auszuscheiden.
Nur bei wenigen älteren Menschen ist die Nierenfunktion nicht ausreichend. In solchen Fällen muss man alternative Wege finden oder zusätzliche Unterstützung bieten.
Solange die Nierenfunktion und die Harnsäurewerte in Ordnung sind, geben wir fast allen Menschen die Erlaubnis zum Fasten.
Und sie profitieren deutlich davon.