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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.
🛈 Hinweis: Dieses Transkript wurde maschinell erstellt und noch nicht korrekturgelesen. Bitte entschuldigen Sie daher möglicherweise noch bestehende Ungenauigkeiten. Aus Gründen der Barrierefreiheit stellen wir das Transkript in der Rohfassung trotzdem jetzt schon zur Verfügung:
Bluttests zur Bestimmung des Verlaufs oder der Präsenz von Multipler Sklerose (MS) sind eine komplexe Angelegenheit. Die Herausforderung liegt darin, dass sich die Krankheit im zentralen Nervensystem abspielt, welches durch die Blut-Hirn-Schranke vom normalen Blutkreislauf abgeschottet ist.
Daher sind direkte Hinweise im Blut schwer zu finden.
Es existieren einige indirekte Marker im Blut, die hilfreiche Hinweise liefern können. Direktere Marker sind jedoch oft im Nervenwasser zu finden.
Eine Analyse des Nervenwassers zeigt häufig sogenannte oligoklonale Banden, die auf eine Aktivierung des Immunsystems hindeuten. Diese Immunaktivität kann manchmal durch eine Reaktivierung von Viren wie Masern, Mumps oder Rubella sichtbar werden.
Es ist wichtig zu wissen, dass diese Viren nicht die Ursache der MS sind, aber deren Präsenz im Nervenwasser auf die Hyperaktivität des Immunsystems hinweist.
Besonders interessant sind Antikörper, die spezifisch Myelinscheiden angreifen.
Diese Antikörper sind oft schwer zu messen und zu identifizieren, könnten aber einen zentralen Hinweis auf die Krankheitsaktivität geben.
Standard-Entzündungsmarker wie das C-reaktive Protein, welches bei vielen entzündlichen Erkrankungen im Blut nachweisbar ist, zeigen bei MS klassischerweise keine Veränderungen.
Dies liegt daran, dass die Entzündungen bei MS im zentralen Nervensystem und nicht im Blutkreislauf stattfinden. Einige indirekte Anzeichen wie erhöhte Ferritinwerte oder Anzeichen für oxidativen Stress können jedoch beobachtet werden.
Beispielsweise kann vermehrte Lipidperoxidation und erhöhte Werte von Malondialdehyd festgestellt werden, was auf oxidativen Stress hinweist.
Ein weiterer interessanter Test, der bei anderen Autoimmunerkrankungen wie dem Sjögren-Syndrom durchgeführt wird, ist der Nachweis von Alpha-Fodrin-Antikörpern.
Obwohl dieser Test hauptsächlich für andere Erkrankungen angewandt wird, hat sich gezeigt, dass er auch bei MS hilfreich sein kann. Dies deutet darauf hin, dass MS eine systemweite Autoimmunerkrankung ist.
Die Erkenntnis, dass Behandlungsmethoden, die bei Sjögren-Syndrom wirksam sind, auch gegen MS hilfreich sein können, öffnet neue therapeutische Ansätze. Insbesondere spezifische Ernährungsweisen könnten sich als nützlich erweisen, um die Krankheitsaktivität zu reduzieren.