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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Denn Fructose ist im eigentlichen Sinne giftig für uns und muss über die Leber entgiftet werden. Diese entgiftende Funktion kann bei manchen Menschen die Kapazität der Leber überschreiten, was ein Grund ist, warum ein übermäßiger Konsum von Fruchtzucker vermieden werden sollte.
Grundsätzlich glaube ich, dass gesunde Menschen durch den Konsum üblicher Zuckermengen wie 80 bis 100 Gramm pro Tag die Entgiftungskapazität ihrer Leber ausreizen könnten. Wenn aber die Leber vorgeschädigt ist oder die mitochondriale Funktion beeinträchtigt ist, zum Beispiel bei Menschen mit chronischem Müdigkeitssyndrom oder chronischen Viruserkrankungen, sollte Fructose aus der Ernährung gestrichen werden.
Die energetischen Kraftwerke unserer Zellen, die Mitochondrien, werden durch Fructose erheblich belastet. Ihr Abbau verbraucht Energie und führt zur Bildung freier Radikale, die oxidativen Stress verursachen.
Dies wirkt sich direkt negativ auf unsere zelluläre Energieproduktion aus. Bei anhaltend hohem Konsum von Fructose kommt es zu einer Insulinresistenz und Entzündungen, die in einer Vielzahl von Erkrankungen münden können.
Auch wenn Sportler manchmal von einem schnellen Energieschub profitieren können, ist dieser für den Durchschnittsmenschen problematisch. Besondere Vorsicht gilt, wenn ein Energieengpass in den Mitochondrien besteht.
Dies kann durch oxidativen Stress und die daraus folgenden Schäden, einschließlich der Veränderung der mitochondrialen DNA, noch verstärkt werden. Ein sympathischer und chronischer Energiemangel kann langfristig zu einem Teufelskreis werden, da beschädigte Mitochondrien sich nur schwer erholen.
Wir empfehlen daher eine tägliche Fructosezufuhr von maximal 40 Gramm für gesunde Menschen, was etwa 80 Gramm Haushaltszucker entspricht. Bei jedwedem Energiemangel oder Erkrankungen sollten Sie diese Menge noch weiter reduzieren, um Ihre Zellenergie im Gleichgewicht zu halten und Ihre Gesundheit zu bewahre