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Fettverdauung verbessern bei fehlender Gallenblase und Gallensäureverlustsyndrom

Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.

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Wie kann Sie die Fettverdauung verbessern, wenn die Gallenblase fehlt oder ein Gallensäureverlustsyndrom vorliegt? Diese Frage wird in der Praxis häufig gestellt. Und wichtig ist zuerst die Unterscheidung: Das sind zwei verschiedene Krankheitsbilder.

Man kann sie nicht einfach über einen Kamm scheren.

Gallensäuren werden in der Leber hergestellt. Sie werden in der Gallenblase zwischengespeichert und bei fettreichen Mahlzeiten in den Dünndarm abgegeben.

Dort helfen sie, Fette aus der Nahrung zu emulgieren. Und sie sind auch für die Aufnahme fettlöslicher Vitamine von Bedeutung. Anschließend werden die Gallensäuren im Darm wieder aufgenommen und zur Leber zurückgeführt.

Dieser Ablauf wird als Gallensäurezyklus bezeichnet.

Wenn die Gallenblase entfernt wurde, kann die Leber zwar weiterhin Gallensäuren bilden. Sie kann aber keine größere Menge auf Vorrat bereitstellen.

Es fehlt der Speicher. Deshalb ist nach einer Gallenblasenoperation oft eine Ernährung in kleineren Portionen sinnvoll. Der Körper bekommt dann die Fette besser verarbeitet, als wenn auf einmal sehr große Mengen gegessen werden.

Anders ist das beim Gallensäureverlustsyndrom. Hier funktioniert der Gallensäurezyklus nicht richtig. Die Gallensäuren werden nicht ausreichend rückresorbiert, sondern über den Stuhl wieder ausgeschieden.

Das kann auch dann auftreten, wenn keine Gallenblase mehr vorhanden ist, aber ebenso bei Menschen mit erhaltener Gallenblase. Die Folge ist, dass die Gallensäuren im Darm nicht mehr in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen und Fette sowie Vitamine schlechter gebunden und aufgenommen werden.

Wie kann das passieren? Eine sehr ballstoffreiche Ernährung kann Gallensäuren binden. Auch bestimmte Medikamente können einen solchen Effekt haben. Das ist bei einigen Präparaten sogar erwünscht, etwa bei Medikamenten zur Cholesterinsenkung oder bei Mitteln zur Gewichtsreduktion.

Zusätzlich spielen Nebenwirkungen anderer Arzneimittel eine Rolle. Und ein wichtiger Punkt ist das Mikrobiom. Es beeinflusst, wie gut bestimmte Gallensäuren verstoffwechselt werden und wie stabil der gesamte Kreislauf funktioniert.

Deshalb ist es bei anhaltenden Beschwerden sinnvoll, einmal genauer hinzuschauen. Welche Darmflora liegt vor? Gibt es Hinweise auf eine gestörte Zusammensetzung des Mikrobioms? Ein Stuhltest kann hier hilfreich sein, wenn die Ursache noch nicht geklärt wurde.

Wenn Sie wissen möchten, was Sie konkret einnehmen können, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Es gibt verschreibungspflichtige Medikamente, es gibt apothekenpflichtige Präparate und es gibt Nahrungsergänzungsmittel.

Dazu gehören auch Produkte mit Ochsen galle. Aber hier ist Vorsicht geboten. Die Dosierung ist in solchen Nahrungsergänzungsmitteln nicht immer optimal. Und auch die Reinheit kann ein Thema sein.

Wenn Sie auf ein Präparat sehr stark reagieren, spricht das nicht zwingend nur für Gallensäuren als Wirkstoff. Dann kann auch eine andere enthaltene Substanz eine Rolle spielen.

Darum sollte man nicht einfach nach Schema F vorgehen.

Es ist sinnvoll, solche Mittel mit Ihrem behandelnden Arzt oder Ihrer „rztin zu besprechen. Auch Apothekerinnen und Apotheker können hier gut beraten. Manchmal muss vor einer Behandlung sogar zunächst abgeklärt werden, ob noch Reststeine oder andere Probleme vorliegen.

Das ist wichtig, damit keine neuen Beschwerden ausgelöst werden.

Eine weitere Möglichkeit sind MCT-Fette. Diese werden unabhängig von den klassischen Gallensäuren aufgenommen.

Sie können deshalb eine gute Alternative sein, wenn Sie Energie zuführen möchten und die Fettverdauung eingeschränkt ist. Gerade wenn Sie über Fette auch etwas an Gewicht hinzufügen möchten, kann das ein praktischer Ansatz sein.

Und am Ende geht es oft um zwei Wege: Entweder versucht man, das Fehlende zu ersetzen. Oder man sucht eine gut verträgliche Alternative, mit der Sie im Alltag besser zurechtkommen. In vielen Fällen ist es sinnvoller, sich zunächst an der zweiten Möglichkeit zu orientieren.

Also zu überlegen, welche natürlichen Lebensmittel und welche Form der Fettzufuhr zu Ihrer Situation passen. Erst wenn bestimmte Speisen wirklich vermisst werden oder wenn eine gezielte Unterstützung notwendig ist, gewinnen Medikamente und Nahrungsergänzungen an Bedeutung.

Wichtig ist dabei immer die individuelle Beratung. Denn ob fehlende Gallenblase, Gallensäureverlustsyndrom oder eine Kombination mit Mikrobiom-Problemen: Die passende Lösung hängt von Ihrer persönlichen Situation ab.


Quellen: The gut-liver-brain axis in alcohol use disorder The emerging role of bile acid dysregulation.

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