![]()
Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.
Man kann jedoch die Entzündungsreaktion herunterfahren. Dem Körper kann beigebracht werden, weniger Entzündungen zu bilden und alle Entzündungstrigger zu minimieren, sodass man, zumindest bei regelmäßiger Hautpflege, keine großen Herausforderungen mehr hat.
Das Ziel ist es, eine schubfreie Erkrankung zu erreichen, ohne Schwierigkeiten und vor allem ohne Gelenkschmerzen. Studien haben gezeigt, dass es hilft, den Fleischkonsum oder fettreiche Milchkonsum zu reduzieren, besonders um die Aufnahme von Arachidonsäure zu verringern.
Diese Omega-6-Fettsäure ist für ihre entzündungsfördernden Eigenschaften bekannt. Doch wie gelangt die Arachidonsäure überhaupt in unsere Nahrung? Wir alle benötigen ein wenig davon, um lebensfähig zu sein, auch Kühe, die Milch geben.
Allerdings sollte die Menge an Arachidonsäure nicht übermäßig hoch sein, da sie die Entzündungsprozesse im Körper fördern kann. Ein Großteil der Studien zu Fleischkonsum bezieht sich auf Fleisch von Tieren aus Massentierhaltung, die mit Soja und Mais gefüttert werden.
Diese Futtermittel sind reich an Omega-6-Fettsäuren, was zu einer höheren Arachidonsäureproduktion bei den Tieren führt. Wenn eine Kuh, die mit solchen Futtermitteln gefüttert wurde, eine Darmentzündung entwickelt, gehen die entzündungsauslösenden Stoffe auch in ihr Fleisch und ihre Milch über.
Ein vermehrter Verzehr solcher Produkte kann eine entzündliche Reaktion im menschlichen Körper auslösen. Die Situation könnte anders aussehen, wenn die Studien mit Wildfleisch oder Milchprodukten von grasgefütterten Kühen durchgeführt würden.
Diese Tiere produzieren mehr Omega-3-Fettsäuren, die antientzündlich wirken. Leider gibt es dazu kaum Studien. Bei der Milchproduktion spielt auch der Unterschied zwischen A1- und A2-Casein eine Rolle.
A2-Casein, wie es in Schafs-, Ziegen- und Kamelmilch vorkommt, ist generell harmloser. A1-Casein hingegen, das in der Mehrzahl der Kuhmilchprodukte vorkommt, kann ähnlich wie Lektine eine Entzündungsreaktion hervorrufen.
Es gibt zwar Regionen, in denen A2-Milchprodukte erhältlich sind, dennoch sind 95% der weltweit produzierten Milchkühe A1-Kühe. Dies liegt daran, dass A1-Kühe mehr Milch produzieren.
Wer auf A1-Casein empfindlich reagiert, sollte demnach Milchprodukte meiden oder zu Ziegen- und Schafmilchprodukten greifen. Die unterschiedlichen Empfehlungen in der Literatur können auch durch regionale Unterschiede entstehen.
So können beispielsweise Empfehlungen, die in den USA getroffen werden, nicht immer für Deutschland oder andere Teile der Welt gelten. Persönlich halte ich es für unwahrscheinlich, dass der Verzicht auf Milchprodukte einen nennenswerten Unterschied bei Ihrer Psoriasis machen würde.
Jeder Körper reagiert anders, und eine individuelle Betrachtung ist immer ratsam.