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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Die Frage, ob eine dauerhafte Kortisongabe in der Behandlung von Autoimmunerkrankungen sinnvoll ist, beschäftigt viele Patienten. In Fällen, in denen eine Autoimmunerkrankung erfolgreich auf eine Kortisontherapie anspricht, kann diese Therapieform besonders im Anfangsstadium bedeutend sein.
Eine Dauertherapie mit Kortison bei einer Dosierung, die den Cushing-Schwellenwert von 5 Milligramm Prednison überschreitet, ist jedoch nicht erstrebenswert. Langfristig sollte das Ziel sein, die Kortisondosis unter ärztlicher Anleitung zu reduzieren und gegebenenfalls ganz abzusetzen.
Eine der Strategien, um den Gebrauch von Kortison zu minimieren, ist die Umstellung auf eine lektinfreie Ernährung. Diese Ernährungsweise kann als Übergang dienen, bis der Körper weniger oder kein Kortison mehr benötigt.
Gleichzeitig darf der Prozess des Ausschleichens nie unkontrolliert erfolgen, da ein plötzlicher Abbruch der Medikation schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben kann. Daher sollte das Absetzen von Kortison stets unter professioneller Begleitung getestet und überwacht werden.
In bestimmten Fällen kann eine Kortison-Stoßtherapie gerechtfertigt sein, wenn akute Entzündungen, wie bei einer stark ausgeprägten Colitis, schnelle Linderung benötigen.
Während langfristige Kortisontherapien häufig mit Bedenken betrachtet werden, sind kurzfristige Anwendungen als weniger problematisch einzustufen. Es bleibt jedoch entscheidend, die Ursachen der Entzündungen zu erreichen und langfristig zu beheben, um die Notwendigkeit einer Kortisongabe zu reduzieren.