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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei

Darmgesundheit und Psyche - beeinflusst der Darm das Hirn?

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Video-Transkript

Die Verbindung zwischen Darmgesundheit und Psyche

Die Beziehung zwischen unserer Darmgesundheit und der Psyche ist weitreichender, als viele vermuten. Eine zentrale Fragestellung ist: Führen Verdauungsprobleme zu mentalen Gesundheitsproblemen oder ist es umgekehrt? Die Antwort darauf ist, dass beides möglich ist.

Erste Beobachtungen dieser Verbindung führte man nach dem Ersten Weltkrieg durch. Soldaten, die aus dem Krieg zurückkehrten, wiesen plötzlich Autoimmunerkrankungen auf, die zuvor selten waren.

Diese Belastungen offenbarten, wie Stresssituationen die Durchblutung im Körper verändern und die Verdauung negativ beeinflussen können.

Stress führt zu einer Umverteilung des Blutes weg vom Verdauungssystem hin zur Muskulatur und dem Gehirn, um Flucht- oder Kampfreaktionen zu ermöglichen.

Dadurch erhält das Verdauungssystem weniger Blut, was den Darm anfällig für Angriffe durch pflanzliche Fraßgifte wie Lektine macht. Wird die schützende Schleimhaut im Darm geschwächt, können schädliche Stoffe leichter eindringen und Entzündungen auslösen.

Gleichzeitig meldet der Vagusnerv, der das Gehirn mit dem Darm verbindet, diese Entzündungen zurück ans Gehirn. Dies kann zu einem gestörten psychischen Wohlbefinden führen.

Interessanterweise gehen nur 10% der Fasern vom Gehirn zum Darm, der Rest übermittelt Informationen in die entgegengesetzte Richtung.

Menschen mit einer lektinfreien Ernährung berichten häufig von Verbesserungen in ihrem psychischen Zustand.

Der Verzicht auf diese pflanzlichen Stoffe scheint also einen positiven Einfluss auf die mentalen Aspekte zu haben.

Neuere Forschungen zur Neurodegeneration zeigen, dass Darmbakterien und pflanzliche Fraßgifte wie Lektine das Risiko erhöhen können, Stoffe ins Gehirn zu transportieren, die neurodegenerative Krankheiten wie Parkinson begünstigen könnten.

Obgleich dies ein relativ neuer Forschungszweig ist, gibt es bereits Studien, die darauf hinweisen.

Letztendlich zeigt sich, dass sowohl die physische als auch die psychische Gesundheit stark miteinander verbunden sind.

Was mit Stress beginnt, kann Darmprobleme nach sich ziehen, welche wiederum psychische Probleme verursachen, und umgekehrt. Deshalb ist eine ganzheitliche Betrachtungsweise, die auch die Ernährung berücksichtigt, essenziell.

Es bleibt zu sagen, dass viele chronische Erkrankungen durch entsprechende Anpassung der Ernährung positiv beeinflusst und teils sogar geheilt werden könnten. Mit der richtigen Herangehensweise lassen sich Schwierigkeiten im Kreis aus Stress und Darmgesundheitsproblemen durchbrechen und aktiv die Lebensqualität verbessern.


Quellen: Unpredictable chronic mild stress induced anxio-depressive disorders and enterobacteria dysbiosis Potential protective effects of Detariummicrocarpum.

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