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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Wenn Sie unter Gelenkschmerzen leiden, stellt sich häufig die Frage, ob Eier in Ihrer Ernährung problematisch sein könnten. Der Grund für diese Bedenken liegt in der Arachidonsäure, einer Omega-6-Fettsäure, die in Eiern enthalten ist.
Diese Fettsäure ist semi-essentiell und kommt sowohl im menschlichen als auch im tierischen Organismus vor. Man vermutet, dass sie entzündungsfördernde Eigenschaften besitzt.
Hühner legen Eier, die alle notwendigen Nährstoffe enthalten, um ein Küken heranwachsen zu lassen.
Dazu gehört auch die Arachidonsäure. Doch die Zusammensetzung der Eier hängt stark von der Ernährung der Hühner ab. Werden Hühner artgerecht und auf natürlichem Weg ernährt, bleibt das Verhältnis der enthaltenen Omega-Fettsäuren meist ausgeglichen.
Dies ermöglicht es, Eier auch bei entzündlichen Erkrankungen problemlos zu konsumieren.
Problematisch wird es jedoch, wenn Hühner vorwiegend mit Mais oder Soja gefüttert werden, wie es oft in der industriellen Tierhaltung der Fall ist.
Diese Ernährung führt zu einer hohen Konzentration an Omega-6-Fettsäuren und Linolsäuren, welche die Hühner dann in Arachidonsäure umwandeln. Diese Eier könnten entzündungsfördernde Eigenschaften bei Menschen verstärken.
Die Frage, ob man Eier aus seiner Ernährung ausschließen sollte, hängt somit von der Fütterung der Hühner ab. Bei Eiern aus nachhaltiger und artgerechter Haltung haben Sie in der Regel nichts zu befürchten.
Sollten Sie jedoch bemerken, dass Sie Eier nicht gut vertragen, kann es sinnvoll sein, diese für einige Tage zu meiden und dann wieder in die Ernährung einzuführen, um Ihre Reaktion zu beobachten.
Insgesamt bleibt zu sagen, dass ein pauschaler Verzicht auf Eier oft nicht nötig ist. Viele Ernährungspläne betonen sogar die positiven Mikronährstoffe, wie Choline, die Eier mit sich bringen.
Letztendlich hängt viel von der individuellen Verträglichkeit und der Herkunft der Eier ab.