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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Apfelessig wird vielfältig beworben sei es als Unterstützung beim Abnehmen, zur Förderung der Verdauung oder als natürliches Hilfsmittel bei Säuremangel im Magen.
Und tatsächlich gibt es zahlreiche Erfahrungen und Hinweise aus der Literatur, die auf verschiedene positive Effekte von Apfelessig hindeuten. Viele Quellen erwähnen, dass Apfelessig den Körper insbesondere dann unterstützen könne, wenn zu wenig Magensäure vorhanden ist.
Dabei spielt es eine Rolle, welche Form von Apfelessig verwendet wird. Besonders roh und ungefiltert, mit der sogenannten 'Mutter', enthält er nützliche Bakterien und könnte so probiotische Eigenschaften zeigen.
Für den praktischen Gebrauch stellt sich häufig die Frage: In welcher Verdünnung kann oder soll Apfelessig getrunken werden? Wenn Sie Apfelessig als Zutat im Salatdressing nutzen, wird er automatisch mit Öl und weiteren Zutaten erheblich verdünnt.
Das macht den Essig gut verträglich und die säuerliche Note angenehm mild. Es spricht nichts dagegen, Apfelessig großzügig im Dressing einzusetzen, solange Ihnen der Geschmack zusagt.
Wollen Sie Apfelessig pur trinken, gibt es ebenfalls wenig Einwände aus medizinischer Sicht. Ihr Magen ist mit Salzsäure gefüllt und damit an Säuren gewöhnt. Solange Sie normale Apfelessigprodukte aus dem Handel verwenden, können Sie diese in kleinen Mengen unverdünnt trinken.
Wichtig ist jedoch, dass Sie keinen Essigessenz zu sich nehmen, da diese zu konzentriert ist und gesundheitsschädlich wirken könnte.
Zu beachten ist außerdem, dass Apfelessig Histamin enthält ein Produkt der Fermentation.
Menschen mit Histaminintoleranz oder bekannten Problemen im Zusammenhang mit Histamin sollten vorsichtig sein und zunächst ärztlichen Rat einholen oder Apfelessig gar nicht ausprobieren. Es zeigt sich häufig, dass bei bestehenden Histaminproblemen Unverträglichkeiten und Beschwerden verstärkt auftreten können.
Für alle anderen gilt, dass eine ausreichende Magensäure sogar von einer geringen Zusatzmenge profitieren kann.
Sollten Sie nach der Einnahme von Apfelessig Unverträglichkeitssymptome bemerken, lohnt ein Blick auf die individuelle Histaminempfindlichkeit.
Mit einer ausgewogenen, möglichst lektinarmen Ernährung verbessert sich die Verträglichkeit von Histamin in der Regel deutlich. Finden Sie für sich die beste Variante, wie Sie Apfelessig in Ihre Ernährung integrieren.
Die grundsätzliche Anwendung von Apfelessig ist erlaubt und kann sogar hilfreich sein.