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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Allulose ist ein Zuckeraustauschstoff, den ich in meinem Patientenhandbuch empfehle. Doch warum ist Allulose in Deutschland nicht zugelassen und welche Daten sprechen dafür oder dagegen? Es gibt eine Darstellung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BFR), das prüft, ob durch eine Substanz ein Risiko für die allgemeine Bevölkerung besteht.
Das BFR bezieht sich auf Studien aus dem Jahr 2020, die besagen, dass Allulose in den USA zugelassen ist, aber in Europa nicht. Ein bestimmter Darmkeim, Klebsiella, könnte von Allulose profitieren und daher eher wachsen.
Daraus resultiert die Empfehlung, zunächst abzuwarten und weitere wissenschaftliche Daten abzuwarten, bevor man Allulose in der EU zulässt.
Ich habe jedoch auch neuere Studien berücksichtigt, die positive Aspekte von Allulose darstellen.
Diese Studien zeigen, dass Allulose das Wachstum guter Darmbakterien fördern kann. Zusätzlich habe ich beobachtet, dass Allulose zur Behandlung von Adipositas beisteuern kann, da es das Mikrobiom positiv verändert.
Obwohl die Bedenken hinsichtlich Klebsiella bestehen, haben wir in unserer Praxis keine negativen Erfahrungen damit gemacht. Unsere Patienten, die sich an eine lektinfreie Ernährung halten und Allulose konsumieren, haben keine Verschlechterung ihres Mikrobioms gezeigt.
Daher empfehle ich weiterhin Allulose als Zuckeraustauschstoff.
Da Allulose in der EU nicht zugelassen ist, kann es im Handel nicht erworben werden, sondern muss aus dem Ausland bezogen werden.
Letztlich bleibt es Ihnen überlassen, ob Sie Allulose in Ihre Ernährung integrieren möchten.