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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Viele Menschen mit Fruktoseintoleranz stehen vor der Frage, welche Süßungsmittel sie gefahrlos verwenden können.
Und gerade im Alltag ist der Wunsch nach Alternativen zu herkömmlichem Zucker groß. Allulose und Mönchsfrucht werden hierbei immer wieder als mögliche Optionen genannt. Doch sind sie wirklich geeignet, und was sollte man bei deren Einsatz beachten?
Zunächst ist es wichtig festzuhalten: Wer eine Fruktoseintoleranz hat, sollte eine fruktosearme Ernährung unbedingt einhalten.
Die sonst typischen Beschwerden wie Blähungen sind nicht einfach harmlos. Wiederholte Beschwerden können zu kleinen Einrissen in der Darmschleimhaut führen und so das Risiko für das sogenannte Leaky-Gut-Syndrom erhöhen etwas, das viele Betroffene unbedingt vermeiden möchten.
Traditionell wird bei Fruktoseintoleranz oft Traubenzucker (Glucose) als Zuckerersatz empfohlen. Doch reine Glucose führt zu einem schnellen Blutzuckeranstieg, was vor allem bei häufigem Gebrauch nicht optimal ist.
Daher stellt sich vielfach die Frage, ob nicht Allulose oder Mönchsfrucht-Extrakt die bessere Wahl sein könnten.
Allulose ist ein seltener Zucker, der nahezu keine Kalorien liefert.
Ihre Darmbakterien können einen geringen Anteil davon verstoffwechseln, wodurch sie nicht vollständig kalorienfrei ist sie wirkt dabei fast wie ein präbiotischer Ballaststoff. Für die meisten Menschen ist das sogar vorteilhaft, und gerade beim Backen ist Allulose durch das Volumen ihrer Süße eine sehr gute Wahl.
Für den Blutzuckerspiegel ist Allulose neutral, weshalb sie gerade unter ärztlicher Aufsicht gerne empfohlen wird.
Zu beachten bleibt, dass Allulose in der Europäischen Union bislang nicht als Lebensmittel zugelassen ist.
Sie können sie nur aus Nicht-EU-Ländern importieren. In den USA ist sie bereits als sicheres Produkt zugelassen. Viele Experten sind optimistisch, dass bald auch die EU folgt.
Mönchsfrucht (Monkfruit) wird als Extrakt aus einer extrem süßen asiatischen Frucht gewonnen.
Und obwohl die rohe Frucht bei Fruktoseintoleranz nicht zu empfehlen wäre, handelt es sich beim Süßungsmittel um einen sehr reinen Extrakt. Er enthält praktisch keine Fruktose mehr, vor allem nach den modernen Extraktionsverfahren.
Die Süßkraft ist enorm, sodass bereits kleinste Mengen ausreichen, um Speisen zu süßen. Besonders für jene, die Gewicht reduzieren möchten, eröffnet dies erhebliche Vorteile.
Die Verträglichkeit von Mönchsfruchtextrakt gilt als gut, auch bei Fruktoseintoleranz. Dennoch sollten Sie auf hochwertige, zertifizierte Produkte aus vertrauenswürdigen Quellen achten.
Beide Alternativen Allulose und Mönchsfrucht eröffnen vielen Menschen mit Fruktoseintoleranz endlich neue Möglichkeiten, sich abwechslungsreich und dennoch verträglich zu ernähren.