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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei
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Grüne Blattgemüse und Selleriesaft sind derzeit in aller Munde, wenn es darum geht, eine basische Ernährung zu verfolgen. Doch macht es tatsächlich Sinn, diesen Ratschlägen bedingungslos zu folgen? Und sind diese wirklich notwendig für Ihr Säure-Basen-Gleichgewicht?
Das Konzept hinter einer basenreichen Ernährung basiert auf der Überzeugung, dass bestimmte Lebensmittel den Säuregehalt im Körper reduzieren.
Diese Lebensmittel sind reich an Mineralstoffen und Spurenelementen wie Magnesium, welches insbesondere in grünem Gemüse wie Spinat oder Sellerie vorkommt. Das Chlorophyll, das Pflanzen ihre grüne Farbe verleiht, enthält im Zentrum ein Magnesiumatom.
Und genau dadurch profitieren Sie von einer hohen Aufnahme dieses wichtigen Minerals.
Allerdings ist es nicht allein die Ernährung, die den pH-Wert Ihres Körpers beeinflusst. Zwei primäre Mechanismen steuern diesen: die Nieren und Ihre Atmung.
Während die Nieren überschüssige Basen ausspülen, reguliert Ihre Atmung den pH-Wert durch die Abgabe von Kohlenstoffdioxid. Ein Ungleichgewicht kann zu gesundheitlichen Problemen führen, wie z.
B. der Entstehung von Nierensteinen oder sogar Osteoporose, wenn Ihr Körper durch eine falsche Atemtechnik zu viel CO2 verliert.
Es reicht nicht aus, nur basische Lebensmittel zu konsumieren, um ein Gesundheitsproblem zu lösen.
Vielmehr sollten Sie darauf achten, wie Sie atmen, insbesondere wenn es darum geht, Ihr pH-Gleichgewicht aufrechtzuerhalten. Eine kontrollierte Atmung verhindert den übermäßigen Verlust von basischen Stoffen und hilft, Mineralien im Körper zu bewahren.
Nehmen Sie also ruhig Ihre tägliche Tasse Kaffee zu sich und genießen Sie die damit einhergehenden Polyphenole. Aber brühen Sie diesen Genuss mit einem achtsamen Blick auf das große Ganze: Eine ausgewogene Ernährung inklusive saurer und basischer Lebensmittel, gepaart mit einer gesunden Atmung, sind der Schlüssel zu einem stabilen Säure-Basen-Gleichgewicht in Ihrem Körper.