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Allergene und Kochen

Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.

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Allergene und Kochen: Kann Erhitzen IgE-Allergien neutralisieren?

Viele Menschen mit IgE-vermittelten Allergien fragen sich, ob das Kochen von Lebensmitteln dazu beitragen kann, die auslösenden Allergene unschädlich zu machen.

Das lässt sich jedoch nicht pauschal beantworten. Es hängt stark vom jeweiligen Allergen ab und davon, wie empfindlich es gegenüber Hitze ist.

Bei bekannten IgE-Allergien testet man im medizinischen Umfeld meist beide Formen roh und gekocht.

Nehmen wir zum Beispiel die Milchallergie: Es wird unterschieden zwischen Rohmilch, fermentierter Milch also Joghurt oder Käse und gekochter Milch. Ziel ist es festzustellen, ob ein Patient unterschiedlich auf die Zubereitungsformen reagiert.

Und häufig bleibt die allergische Reaktion aber erhalten. Vor allem, wenn eine Allergie einmal angefangen hat und das Immunsystem bereits in erhöhter Alarmbereitschaft ist. Dann reagiert das Immunsystem meist auf alle Formen, unabhängig von der Zubereitung.

Doch es gibt Ausnahmen: Besonders bekannt sind kreuzreaktive Allergien auf Steinobst oder Kernobst. Wer beispielsweise Allergien gegen Apfel- oder Birkenpollen hat, der entwickelt mit der Zeit manchmal auch Beschwerden beim Verzehr von „pfeln oder Birnen.

In solchen Fällen kann das Kochen dazu führen, dass die allergische Reaktion ausbleibt oder zumindest deutlich schwächer ausfällt. Dafür reicht es häufig, das Obst zu erhitzen, beispielsweise als Apfelmus.

Allerdings bedeutet eine abgeschwächte Reaktion nicht, dass das Immunsystem sich endgültig beruhigt. Ziel ist es eigentlich, dem Körper klarzumachen, dass vom Lebensmittel keine Gefahr mehr ausgeht.

Allergietests werden in der Regel mit Lebensmitteln in der Form durchgeführt, in der sie normal gegessen werden. Das heißt, bei „pfeln ist der Test meist mit rohem Obst. Nur wenn ausdrücklich erwähnt, wird die gekochte Variante eingesetzt.

Wenn Sie den Unterschied zwischen rohem und gekochtem Zustand spezifisch wissen wollen, ist das auch im Labor möglich zum Beispiel durch das Testen Ihres eigenen Apfelmus mit lebenden weißen Blutkörperchen.

Eine weitere Möglichkeit ist der sogenannte Kontakt-Geschmackstest. Dabei wird eine kleine Menge des gekochten Lebensmittels, etwa Apfelmus, hinter die Unterlippe gelegt und dort eine Minute belassen.

Bleibt das Kratzen oder Jucken, wie es beim oralen Allergiesyndrom typisch ist, aus? Dann ist das Risiko einer stärkeren Reaktion meistens gering. Diese Methode eignet sich jedoch nur für Personen mit niedrigen IgE-Werten.

Wer nachweislich stark allergisch auf ein Lebensmittel reagiert, sollte solche Tests keinesfalls auf eigene Faust durchführen das Risiko schwerer allergischer Reaktionen bleibt hoch.

Bei Allergien ist daher stets besondere Vorsicht geboten.

Wer viele Ausnahmen macht und immer wieder Allergene ausprobiert, riskiert, dass die Allergie erhalten bleibt oder sogar verstärkt wird. Der Fokus sollte auf Sicherheit, individueller Diagnostik und konsequenter Allergenkarenz liegen.


Quellen: Heat-treated egg allergens show lower basophil activation A path toward safer oral immunotherapy.

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