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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei

Kombination einer lektinfreien mit einer Low-Carb-Ernährung

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Kombination einer lektinfreien mit einer Low-Carb-Ernährung worauf Sie achten sollten

Viele Menschen entscheiden sich heute für eine Ernährung, die sowohl lektinfrei als auch kohlenhydratarm ist, etwa um mehr Energie zu haben oder den Schlaf zu verbessern.

Die Umsetzung dieser Ernährungsform bringt einige wichtige Fragestellungen mit sich.

Wenn Sie als Frau wenig Kohlenhydrate aufnehmen, kann das zu einem spürbaren Stress für Ihren Körper führen.

Das Hormonsystem gerät dadurch bisweilen ins Ungleichgewicht. Deshalb sollten Sie bei der Low-Carb-Ernährung nicht auf ein Minimum an Kohlenhydraten verzichten. Wie tief Sie reduzieren können, ist individuell unterschiedlich.

Ein praktisches Zeichen ist beispielsweise das Zittern der Hände: Sobald Sie spüren, dass Ihre Hand ohne Kohlenhydrate beginnt zu zittern, schüttet Ihr Körper deutlich mehr Stresshormone aus das wäre dann keine gesunde Ernährungsform für Sie.

Mit kleinen Experimenten lässt sich die optimale Kohlenhydratmenge herausfinden. Oft reichen bereits geringe Mengen, etwa zwischen 7,5 und 15 Prozent des Tagesbedarfs. Hier lohnt sich ein sorgfältiges Herantasten.

Eine dauerhaft sehr strikte Low-Carb-Ernährung, beispielsweise mit weniger als 8 Prozent Kohlenhydratanteil, kann zwei wesentliche Probleme mit sich bringen. Zum einen entwickelt sich eine physiologische Insulinresistenz.

Zum anderen gerät Ihr Fettstoffwechsel aus dem Gleichgewicht. Empfehlenswert ist deshalb, ein- bis zweimal pro Woche gezielt etwa 80 Gramm eines Üsauberen Kohlenhydrats aufzunehmen. Auf diese Weise lässt sich den beschriebenen Problemen vorbeugen.

Die Sorge, eine kohlenhydratarme und lektinfreie Ernährung könnte dauerhaft die Nieren schädigen, ist für Erwachsene mit gesunder Nierenfunktion unbegründet sofern Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten.

Höhere Proteinmengen können in Zucker umgewandelt werden und hierbei Ammoniak freisetzen dieser Stoff belastet den Stoffwechsel. Die Empfehlung ist also klar: Nehmen Sie nicht mehr Eiweiß zu sich, als Ihr Körper benötigt.

Große Mengen an Fleisch, wie sie vereinzelt im Carnivore-Trend konsumiert werden, sind medizinisch nicht sinnvoll.

Wie lässt sich ein ausreichender Eiweißanteil erreichen? Hier sind Sie recht frei.

Wählen Sie die proteinreichen Produkte, die Ihnen schmecken und guttun, achten Sie jedoch zugleich darauf, die Zufuhr nicht zu übertreiben.

Was die Vitaminversorgung anbetrifft, enthalten viele Grundnahrungsmittel oft nicht genügend Mikronährstoffe.

Die Praxis zeigt, dass bei den meisten Menschen eine Ergänzung ratsam ist, unabhängig davon, ob Sie sich kohlenhydratarm oder -reich ernähren. Besonders grüne Gemüsesorten, Kräuter und andere ballaststoffreiche Pflanzen liefern viele Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe.

Bedeutend für die Verdauung und das Mikrobiom ist, auch bei einer Low-Carb-Ernährung auf eine ausreichende Ballaststoffzufuhr zu achten. Kalorienarmes Gemüse stellt hierfür die optimale Quelle dar.

Idealerweise sollten Sie eine tägliche Ballaststoffzufuhr von mindestens 30 Gramm anstreben, ganz gleich, wie hoch oder niedrig der Kohlenhydratanteil Ihrer Ernährung ist. Gerade resistente Stärke aus bestimmten Lebensmitteln kann bei einer kohlenhydratreichen Kost helfen, den Ballaststoffbedarf zu decken.

Oft bleibt aber auch hier eine gezielte Ergänzung sinnvoll.

Wählen Sie lektinarme und ballaststoffreiche Gemüse, achten Sie auf Ihren Eiweißbedarf und gönnen Sie Ihrem Körper gelegentlich bewusste Kohlenhydratphasen.

So erreichen Sie ein lebenswertes, ausbalanciertes Ernährungskonzept.


Quellen: The effect of a nurse-led low carbohydrate regimen on anthropometric and laboratory parameters of patients with metabolic syndrome a quasi-experimental study.

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