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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Lektinfrei

Verschlechterung der Autoimmunerkrankung nach einer Erkältung.

Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.

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Verschlechterung einer Autoimmunerkrankung nach einer Erkältung

Kann sich eine Autoimmunerkrankung durch eine Erkältung oder einen anderen Infekt verschlechtern? Diese Frage wird in der Praxis sehr häufig gestellt.

Und die Antwort ist nicht bei allen Menschen gleich. Es gibt Patientinnen und Patienten, die nach einem grippalen Infekt kaum einen Unterschied bemerken. Es gibt andere, bei denen sich die Autoimmunerkrankung sogar bessert.

Und es gibt die Gruppe, die nach einem Infekt eine klare Verschlechterung oder einen Schub erlebt.

Das hängt stark von der jeweiligen Autoimmunerkrankung und von der individuellen Immunlage ab.

Eine Autoimmunerkrankung ist nicht einfach eine einzige Erkrankung. Es gibt über 20 häufige und weit über 100 seltene Varianten. Je nachdem, welche Teile des Immunsystems überaktiv oder unteraktiv sind, kann ein Infekt sehr unterschiedlich wirken.

In vielen Fällen ist das Virus selbst nicht die eigentliche Ursache der Verschlechterung. Der Infekt ist eher ein Stressor für das Immunsystem. Der Körper muss auf die Virusinfektion reagieren.

Dabei werden weiße Blutkörperchen aktiviert, Entzündungsprozesse laufen an, und viele typische Beschwerden eines grippalen Infekts sind letztlich Symptome dieser Immunreaktion. Halsschmerzen entstehen also nicht einfach nur durch das Virus, sondern auch dadurch, dass das Immunsystem infizierte Zellen im Rachen erkennt und bekämpft.

Und genau an diesem Punkt kann es bei manchen Menschen zu einer Fehlsteuerung kommen. Ein möglicher Mechanismus ist die molekulare Mimikry. Dabei ähneln sich Bestandteile von Erregern und körpereigenen Strukturen so stark, dass das Immunsystem verwirrt werden kann.

Wenn Oberflächenstrukturen eines Virus einem Gewebe oder bestimmten Zellbestandteilen ähneln, kann es sein, dass Immunreaktionen gegen den Infekt auch körpereigene Strukturen mit betreffen.

Dieser Mechanismus wird auch als mögliche Erklärung dafür diskutiert, warum bestimmte Infekte Autoimmunreaktionen auslösen oder verstärken können.

Zusätzlich kommt ein weiterer Punkt hinzu: Wenn bei der Immunabwehr Zellen zerstört werden, werden auch innere Zellbestandteile freigesetzt.

Gerade bei antinukleären Antikörpern, also Antikörpern gegen Bestandteile aus dem Zellinneren, kann das problematisch sein. Das Immunsystem sieht dann mehr von seiner Zielstruktur. Dadurch kann die Autoimmunreaktion vorübergehend an Intensität gewinnen.

Auch reaktivierte Viren spielen in diesem Zusammenhang eine Rolle. Herpesviren wie EBV oder das Zytomegalievirus bleiben nach einer Erstinfektion im Körper. Sie werden normalerweise durch das Immunsystem kontrolliert.

Wenn das Immunsystem durch eine Erkältung, durch die Autoimmunerkrankung selbst oder durch andere Belastungen geschwächt ist, kann diese Kontrolle nachlassen. Dann kann es zu einer Reaktivierung kommen.

Und wenn ein solches Virus wieder aktiver wird, kann das Immunsystem zusätzlich gebunden und fehlgeleitet werden.

Bei einzelnen Erkrankungen wird EBV besonders häufig diskutiert. Es gibt dazu ganze Bücher und viele wissenschaftliche Arbeiten.

Die Einschätzungen sind jedoch nicht immer gleich. Eine pragmatische Sichtweise ist: Das Immunsystem sollte solche Viren normalerweise dauerhaft kontrollieren können. Wenn das nicht gelingt, lohnt sich der Blick auf die Immunfunktion insgesamt.

Was können Sie im Alltag tun, wenn Sie wissen, dass eine Erkältung Sie oft zurückwirft? Ein erster Ansatz ist die Infektvermeidung. Denn viele Erkältungen werden über engen Kontakt und Schmierinfektion übertragen.

Gute Händehygiene kann die Zahl der Infekte deutlich reduzieren. Das gilt besonders in Situationen mit engem Kontakt, etwa bei Buffet, im Familienalltag oder an Orten mit vielen Berührungspunkten.

Händedesinfektion ist dabei eine einfache, aber wirksame Maßnahme.

Wenn Sie bereits krank sind, stellt sich die Frage nach Ihren Ressourcen. Das Immunsystem verbraucht während einer Infektion viele Stoffe.

Dazu zählen unter anderem Vitamin D, Eisen, Vitamin B12, Folsäure, Zink, Omega-3-Fettsäuren und auch Eiweiße. Diese Nährstoffe können in einer akuten Immunreaktion aufgebraucht werden.

Deshalb kann es sinnvoll sein, Laborwerte im Verlauf zu betrachten und individuell zu prüfen, ob ein Mangel vorliegt.

Wichtig ist aber: Bitte nehmen Sie nicht einfach alles blind ein. Gerade Eisen kann während eines Infekts problematisch sein, je nach Art des Infekts und der individuellen Situation.

Wenn Sie chronisch krank sind und einen Infekt haben, sollten Sie sich ärztlich vorstellen. Dann kann geklärt werden, ob es sich eher um eine virale oder bakterielle Infektion handelt und was therapeutisch sinnvoll ist.

In manchen Fällen ist eine schnelle Differenzierung sehr hilfreich.

Und wenn Sie merken, dass sich ein Schub anbahnt, sollten Sie je nach Autoimmunerkrankung auch Ihre betreuende Fachärztin oder Ihren betreuenden Facharzt einbeziehen.

Ob Medikamente vorübergehend angepasst, fortgeführt oder verändert werden sollten, muss immer individuell besprochen werden. Es gibt hier viele Varianten, und das lässt sich nicht pauschal beantworten.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Atmung. Während eines Infekts kommt es häufig zu einer veränderten Atmung. Eine verstopfte Nase führt schnell zur Mundatmung. Husten, Unruhe und ein Verlust von Kohlenstoffdioxid können die Atmung zusätzlich verschlechtern.

Und wenn bereits vor dem Infekt eine ungünstige Atmung besteht, wird sie durch die Erkrankung oft noch schlechter.

Gerade hier kann Atemtraining eine wichtige Rolle spielen. Wer regelmäßig mit der Atmung arbeitet, kann seine CO2-Toleranz verbessern und die Atmung stabiler machen.

Das ist kein kurzfristiger Trick, den man erst im Infekt lernt. Solche Fähigkeiten müssen vorab aufgebaut werden. Dennoch kann auch während einer beginnenden Erkältung bereits eine bewusste Atemarbeit sinnvoll sein, wenn sie richtig eingeordnet wird.

Bei manchen Menschen lassen sich so die Beschwerden spürbar abmildern.

Ich beobachte das auch aus der Praxisperspektive immer wieder: Früher konnten Infekte sehr lang und schwer verlaufen.

Heute merkt man bei guter Vorbereitung oft deutlich früher, wenn sich etwas anbahnt. Dann können Atemübungen, Bewegung und ein besseres Verständnis der eigenen Reaktion helfen, den Verlauf günstiger zu beeinflussen.

Das bedeutet nicht, dass jeder Infekt dadurch verhindert werden kann. Aber es kann einen Unterschied machen, wie stark der Körper aus dem Gleichgewicht gerät.

Wenn Sie lektinfreie Ernährung mitdenken, stellt sich die Frage nach der Gesamtstrategie.

Dann geht es nicht nur um einzelne Lebensmittel, sondern auch darum, wie gut Ihr Immunsystem entlastet wird, wie stabil Ihre Nährstoffversorgung ist und wie belastbar Ihre Atmung und Ihr Stoffwechsel sind.

Eine gute Händehygiene, eine gezielte ärztliche Begleitung, die Einordnung von Laborwerten und ein sinnvoll aufgebautes Atemtraining können sich dabei gut ergänzen.

Und weil die Beschwerden nach einem Infekt sehr individuell sind, lohnt sich immer der Blick auf den persönlichen Verlauf.

Manche Menschen bemerken vor allem die Immunreaktion. Andere reagieren stärker auf die Schleimhautbelastung. Wieder andere erleben eine Verschlechterung erst einige Tage später. Entscheidend ist, die Muster zu erkennen und wiederkehrende Auslöser ernst zu nehmen.

Wenn Sie wissen, dass Sie auf Erkältungen mit Autoimmunaktivität reagieren, sollten Sie Infekte möglichst früh einordnen, auf Hygiene achten und bei Bedarf ärztlich begleiten lassen.

Und wenn Sie bereits ein Atemprogramm nutzen, besprechen Sie die Veränderungen während eines Infekts mit Ihrer Atemlehrerin oder Ihrem Atemlehrer, damit Sie gezielt an den Stellen ansetzen können, an denen Ihr Körper am meisten Unterstützung braucht.

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Quellen: Emerging and underrecognized viral triggers of autoimmune inflammatory rheumatic disease flares., Interleukin-17A directly triggers Epstein-Barr virus lytic reactivation in latency I human B-cell models., Mechanisms of Epstein-Barr virus-associated autoimmunity a comparative overview.

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