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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Von chronischer Krankheit zu Langlebigkeit
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Und heute sprechen wir über mögliche Nebenwirkungen von SGLT2-Inhibitoren. Zu Beginn sollten wir immer mit einer niedrigen Dosis anfangen, um sicherzustellen, dass das Medikament gut vertragen wird.
Diese Medikamente können gelegentlich Magen-Darm-Beschwerden verursachen, welche in der Regel harmlos und vorübergehend sind.
Das Ziel ist es, die Dosis auf 10 mg zu erhöhen, da diese Dosis für die zugelassenen Krankheitsbilder wirksam ist.
Ein großer Vorteil von SGLT2-Inhibitoren ist, dass sie auch bei einer eingeschränkten Nierenfunktion anwendbar sind. Nur für dialysepflichtige Patienten sind sie nicht geeignet.
Darüber hinaus gibt es keine Notwendigkeit, die Dosis basierend auf dem Alter anzupassen, da Kinder im Langlebigkeitsprogramm keine Rolle spielen.
Eine wichtige Vorsichtsmaßnahme ist, dass diese Medikamente den Blutzucker über den Urin ausschalten, was zu erhöhtem Flüssigkeitsausscheidung führt. Daher sollten Patienten, die wenig trinken oder kein Durstgefühl haben, diese Medikamente nicht nehmen, da dies das Risiko der Dehydration erhöht.
Es gibt Studien, die zeigen, dass Canagliflozin, ein SGLT2-Inhibitor, zu vermehrten Amputationen führen kann. Dies geschieht, wenn ältere Patienten nicht ausreichend trinken und dieses Medikament einnehmen.
Der resultierende Blutdruckabfall kann zu Kreislaufproblemen und letztlich zu Gewebenekrosen führen. Daher ist es unerlässlich, unter diesem Medikament ausreichend zu trinken.
Außerdem kann das Medikament eine diabetische Ketoazidose verursachen, besonders bei Patienten ohne ausreichende Insulinproduktion.
Diese Komplikation kann tödlich sein und wird oft übersehen, weil die Blutzuckerspiegel nicht stark erhöht erscheinen aufgrund des Zuckerverlustes über den Urin. Eine ketogene Ernährung zusammen mit SGLT2-Inhibitoren kann das Risiko dieser Ketoazidose erhöhen.
Daher sollten diese Medikamente nur dann eingenommen werden, wenn man sich auf einem Kohlenhydratstoffwechsel befindet.
Ein weiterer Punkt ist die erhöhte Rate von Harnwegsinfektionen unter SGLT2-Inhibitoren.
Dies liegt daran, dass Zucker im Urin Bakterien einen Nährboden bietet. Es ist wichtig, bei brennendem Wasserlassen sofort einen Arzt aufzusuchen und das Medikament abzusetzen. Auch Verstopfung oder Magen-Darm-Beschwerden treten auf, sind jedoch seltener.
Letztlich kann das Medikament den Hämatokritwert erhöhen, was in den meisten Fällen positiv ist. Es gibt jedoch wenige Menschen, bei denen dies problematisch sein könnte.
Zu Beginn der Behandlung kann es zu kurzfristigen Anstiegen des Kreatininspiegels kommen, was jedoch in der Regel wieder abklingt.
Insgesamt sind die Nebenwirkungen von SGLT2-Inhibitoren gut handhabbar, wenn man sich ihrer bewusst ist und entsprechend handelt. In diesem Artikel besprechen wir noch weitere praktische Tipps, um die positiven Effekte des Medikaments zu maximieren und Risiken zu minimieren.