![]()
Dr. Gerschs Wissensarchiv | Von chronischer Krankheit zu Langlebigkeit
Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.
Viele der vorgelegten Dokumente spiegeln nicht den freien Willen der Patienten wider. Sie basieren oft auf Standardformulierungen, die wenig Raum für individuelle Bedürfnisse lassen. Ein Ansatz, den wir verfolgen, besteht darin, mit einem detaillierten Fragenkatalog zu arbeiten.
Patienten antworten hierauf entweder mit Ja oder Nein. Dadurch gewinnen wir ein klares Bild vom tatsächlichen Willen der Person. Am Ende entstehen Formulierungen, die wirklich dem Patientenwillen entsprechen.
Viele greifen zur Patientenverfügung, die vom Bundesministerium der Justiz empfohlen wird. Diese Vorlagen sind jedoch nicht immer optimal. Denn sie orientieren sich oft mehr an rechtlicher Absicherung als an medizinischer Praxis.
Es ist entscheidend, dass Formulierungen konkret sind. Allgemeine Begriffe wie 'unheilbare Erkrankung' genügen nicht. Stattdessen muss auf konkrete medizinische Situationen eingegangen werden.
Beispiel: Eine Person mit einer schweren Krebserkrankung im Bauchraum wurde dennoch operiert und intensivmedizinisch behandelt, obwohl die Patientenverfügung etwas anderes vorsah. Das beispielhaft zeigt, wie wichtig präzise Formulierungen sind.
Auch bei fortgeschrittenen Demenzerkrankungen wird häufig ein unpassender Zeitpunkt für den Beginn von Maßnahmen angegeben. Patienten geraten bereits in einen Leidensdruck, bevor sie nicht mehr essen oder trinken können.
Hier sind oft Formulierungen erforderlich, die auch diese Stadien berücksichtigen. Ein weiterer kritischer Punkt ist die künstliche Ernährung und Flüssigkeitszufuhr. Patienten sollten klar angeben, ob und wann diese Maßnahmen eingestellt werden sollen, um den Sterbeprozess nicht unnötig zu verlängern.
Am drängendsten ist jedoch, dass Notfallsituationen von vornherein klar geregelt sind. Ein Rettungsdienst wird häufig in Situationen gerufen, in denen dies eigentlich vermieden werden sollte.
Patienten müssen sicherstellen, dass ihr Wille schnell ersichtlich ist, was oft durch eine leicht zugängliche Kurzversion der Patientenverfügung gewährleistet wird. Abschließend ist festzuhalten, dass der Wille der Patienten nur dann respektiert werden kann, wenn dieser eindeutig und klare Ansagen gegeben werden.
Patientenverfügungen sind nicht nur rechtliche Dokumente, sondern vor allem Ausdruck des persönlichen Willens und müssen entsprechend behandelt und formuliert werden.