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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Von chronischer Krankheit zu Langlebigkeit

Gadolinium

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Video-Transkript

Bei der Frage nach dem Einsatz von MRT-Kontrastmitteln stehen wir vor einer komplexen Abwägung. Früher war es der Standard, lieber eine MRT anstelle einer CT durchzuführen, da die MRT ohne Strahlenbelastung stattfindet.

Auch heute bleibt dies korrekt, jedoch hat sich die Technik der CTs erheblich verbessert. Die Strahlendosis ist heutzutage viel geringer als noch vor zwei Jahrzehnten, und gleichzeitig wissen wir heute mehr über die Risiken von Gadolinium, dem typischen MRT-Kontrastmittel.

Ein Nativ-MR, also eine MRT ohne Kontrastmittel, ist frei von Strahlung und wahrscheinlich auch von negativen Wirkungen. Allerdings, die Verwendung von Gadolinium weckt immer wieder Bedenken.

Sie sollten bedenken, dass Gadolinium Monate benötigt, um den Körper vollständig zu verlassen. Theoretisch sollte Gadolinium, gebunden an spezielle Komplexbildner, im Körper keine Schäden verursachen.

Dennoch scheint es Fälle zu geben, in denen Gadolinium vorzeitig freigesetzt wird und Organschäden, wie an der Niere, verursachen kann. Daher fragt man vor einer MRT oft nach dem Nierenfunktionswert.

Möglicherweise lagert sich Gadolinium im Körper ab, insbesondere bei häufigen MRTs mit Kontrastmittel. Radiologen kennen Patienten, bei denen eine gewisse Menge an Gadolinium langfristig nachweisbar bleibt.

Daraus ergibt sich, dass die Anzahl der MRTs mit Kontrastmittel im Leben nicht unlimitiert sein sollte.

Betrachtet man die wirtschaftlichen Aspekte, sind MRT-Kontrastmittel häufig kostspielig.

Deutschland hat klare Regeln, dass „rzte an Medikamenten, die sie verabreichen, keinen Profit machen dürfen. Doch die Realität kann komplizierter sein, und es gibt Berichte, dass Kontrastmittel häufiger verwendet wurden, um wirtschaftliche Vorteile zu erzielen.

Deshalb, seien Sie vorsichtig. Wenn es um das Kontrastmittel bei einer MRT geht, suchen Sie das persönliche Gespräch mit Ihrem Radiologen. Klären Sie, ob das Kontrastmittel wirklich notwendig ist oder ob Alternativen wie die CT in Betracht gezogen werden können.

Für spezifische Fragestellungen, wie ein MRT des Knies, kann eine Untersuchung ohne Kontrastmittel oft ausreichend sein. Aber, bei komplexeren Untersuchungen mit Kontrastmittel, bin ich zurückhaltend und bereit, die Notwendigkeit zu hinterfragen.

Die evidenzbasierten Erkenntnisse zeigen, dass selbst bei den angeblich sichereren MRT-Kontrastmitteln eine Reduktion der Nierenfunktion beobachtet wurde. Darum ist es ratsam, sorgsam zu entscheiden, wann der Einsatz wirklich erforderlich ist.


Quellen: The safety of magnetic resonance imaging contrast agents.

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