Logo
Dr. Gerschs Wissensarchiv | Von chronischer Krankheit zu Langlebigkeit

FAQ mRNA-Impfstoffe und Spike-Persistenz.

Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.

Video-Transkript

mRNA-Impfstoffe und Spike-Persistenz

mRNA-Impfstoffe sind eine neue Technologie. Und bei neuen Technologien sind Fragen und Skepsis völlig normal. Genau das gilt auch für die Diskussion um das Spike-Protein, das nach der Impfung im Körper gebildet wird.

Was ist mRNA?

mRNA ist wie ein kurzer Brief mit einer Bauanleitung für unsere Zellen. Sie überträgt die Information, damit ein bestimmtes Protein hergestellt wird. Bei mRNA-Impfstoffen wird eine veränderte mRNA genutzt, die den Körper anweist, ein Fremdeiweiß zu bilden.

Gegen dieses Eiweiß soll dann das Immunsystem reagieren.

Der große Unterschied zu vielen konventionellen Impfstoffen liegt darin, dass das Antigen nicht außerhalb des Körpers produziert wird, sondern direkt im Körper.

Das kann Vorteile haben. Denn die Herstellung ist sehr flexibel, gut skalierbar und ohne die klassischen Produktionswege in Hühnerembryonen oder Zellkulturen. Und damit entfallen auch manche Bestandteile, die bei anderen Impfstoffen im Produktionsprozess vorkommen können.

Worauf es bei der Anwendung ankommt

Ein zentraler Punkt ist die korrekte intramuskuläre Injektion. Wenn nicht ausreichend auf die korrekte Lage der Nadel geachtet wird, kann ein Impfstoff versehentlich nicht nur im Muskel, sondern in einem Blutgefäß landen.

Dann verteilt sich das Antigen an Stellen, an denen es nicht vorgesehen war.

Das ist wichtig, weil das Immunsystem auf ein Fremdeiweiß reagieren soll, idealerweise lokal im Muskel und in den regionalen Lymphknoten.

Dort ist das Trainingscamp des Immunsystems. Dort wird geübt, dort entstehen Antikörper, dort werden T-Zellen aktiviert. Wenn dieses Geschehen an einem falschen Ort stattfindet, etwa in der Leber, in der Lunge, in der Niere oder im Gehirn, kann das problematischer sein.

Dann entsteht die Entzündungsreaktion nicht mehr dort, wo sie geplant war.

Und genau deshalb ist die saubere Applikation so entscheidend. Das gilt übrigens nicht nur für mRNA-Impfstoffe, sondern grundsätzlich auch für andere Impfstoffe.

Ein Fremdeiweiß in der Blutbahn ist immer ungünstiger als eine korrekte lokale Gabe in den Muskel.

Spike-Protein, Persistenz und Immunantwort

Viele Menschen verunsichert die Frage, ob das Spike-Protein nach einer Impfung lange im Körper bleibt.

Früher wurde angenommen, dass sowohl die mRNA als auch das daraus entstehende Protein sehr rasch abgebaut werden. Heute weiß man: So einfach ist es nicht.

Bei genauer Untersuchung lassen sich Fragmente des Spike-Proteins noch Wochen, teilweise Monate nach einer Impfung nachweisen, vor allem in Lymphknoten.

Das klingt zunächst alarmierend. Ist es aber nicht zwangsläufig. Entscheidend ist der Ort und die Menge.

Wenn Spike-Protein in Lymphknoten nachweisbar bleibt, spricht das eher für eine länger anhaltende Immunstimulation.

Der Lymphknoten ist nicht einfach ein Problemort, sondern ein Ort, an dem das Immunsystem lernt. Dort wird Antigen präsentiert, dort reift die Antwort. Eine länger dauernde Präsenz kann also auch Ausdruck einer starken Immunantwort sein.

Wichtig ist zugleich: Die Mengen sind extrem klein. Und sie sind nicht vergleichbar mit den riesigen Mengen an Spike-Protein, die bei einer echten Infektion im Körper entstehen. Bei einer Infektion vermehrt sich das Virus unkontrolliert.

Es kapert Zellen, verteilt sich über viele Organe und produziert dabei enorme Mengen an Spike-Protein. Die Impfung arbeitet dagegen mit einer kontrollierten, zeitlich begrenzten Antigenpräsentation.

Infektion versus Impfung

Der Vergleich mit der natürlichen Infektion ist wichtig. Denn wer das Spike-Protein gar nicht haben möchte, kann es im Alltag dennoch nicht vollständig vermeiden.

Das Virus ist in der Bevölkerung zirkulierend gewesen und bleibt als immunologisches Thema präsent. Das Immunsystem erkennt das Spike-Protein als fremd, bildet Antikörper und entwickelt ein immunologisches Gedächtnis.

Und hier gilt die alte Reisemedizin-Regel: If you donÖt like the vaccination, try the disease. Eine echte Infektion ist in der Regel mit deutlich höheren Antigenmengen, größerer systemischer Belastung und mehr Organbeteiligung verbunden.

Herz-Kreislauf-System, Lunge, Blutgefäße, Magen-Darm-Trakt und andere Organe können betroffen sein. Genau das macht die Erkrankung medizinisch relevant.

Long COVID, Entzündung und Persistenz

Die Persistenz von viralen Antigenen ist nicht nur für Impfungen ein Thema, sondern vor allem auch für die Infektion selbst.

Es gibt wissenschaftliche Hinweise, dass Spike-Protein und andere virale Antigene nach einer Infektion noch lange in Geweben nachweisbar sein können. Auch in Darm, Hirnhäuten oder im Zusammenhang mit zirkulierenden Immunzellen wird darüber geforscht.

Das passt zu dem Bild einer chronischen Immunaktivierung. Long COVID wird häufig mit anhaltender Entzündung, endothelialer Dysfunktion und Mikrothromben in Verbindung gebracht. Und wenn Antigenreste oder immunologische Folgereaktionen fortbestehen, kann das zur Daueraktivierung des Immunsystems beitragen.

Gleichzeitig sollte man nicht vorschnell jedes Nachweisresultat als Krankheit interpretieren. Die bloße physische Präsenz eines Antigens bedeutet nicht automatisch, dass eine schwere Störung vorliegt.

Oft ist die individuelle Immunreaktion der entscheidende Faktor.

Einordnung von Ausleitungs- und Alternativkonzepten

Rund um das Thema Spike-Persistenz werden viele Ausleitungstherapien angeboten.

Dazu gehören Blutwäschen oder Enzyme wie Nattokinase, Bromelain oder Lumbrokinase. Diese Ansätze klingen oft überzeugend, sind aber wissenschaftlich nur begrenzt belastbar. Viele dieser Substanzen würden im Magen-Darm-Trakt ohnehin abgebaut.

Und wenn sie tatsächlich systemisch wirken würden, träfen sie nicht gezielt das Spike-Protein, sondern eher andere Proteine und Strukturen, etwa aus der Blutgerinnung.

Deshalb sollte man solche Angebote kritisch prüfen.

Zielgerichtete Therapien sehen anders aus. Und bei Long-COVID-Patienten ist in der Regel eine individuelle, ärztlich saubere Einordnung wichtiger als pauschale Entgiftungskonzepte.

Warum mRNA medizinisch interessant bleibt

Trotz aller berechtigten Fragen ist die mRNA-Technologie wissenschaftlich sehr spannend.

Sie lässt sich schnell anpassen, gut skalieren und könnte bei zukünftigen Pandemien eine große Rolle spielen. Und auch in der Onkologie wird intensiv daran gearbeitet, das Immunsystem gegen Tumoren gezielt zu aktivieren.

Die Technologie ist also nicht nur unter dem Gesichtspunkt der COVID-19-Impfung relevant, sondern als Plattform für viele weitere medizinische Entwicklungen. Deshalb lohnt sich ein nüchterner Blick.

Nicht dogmatisch. Nicht verunsichert. Sondern mit Blick auf Nutzen, Risiken und die richtige Anwendung.

Und genau darum geht es auch bei der Frage nach Spike-Persistenz: nicht um Schlagworte, sondern um Biologie, Immunologie und den klinischen Zusammenhang.

Die Menge, der Ort und der zeitliche Verlauf sind entscheidend. Und ebenso wichtig ist die Unterscheidung zwischen kontrollierter Antigenpräsentation durch eine Impfung und der unkontrollierten Virusvermehrung bei einer echten Infektion.


Quellen: Persistent SARS-CoV-2 Spike Protein in Vasculitic Skin Lesions after Infection or mRNA Vaccination A Retrospective Case control Immunofluorescence Study.

© Dr. Gersch Zentrum für funktionelle Langlebigkeitsmedizin, Steinmetzstraße 3, 67655 Kaiserslautern | Tel. 0631 / 34 35 97 38 | Impressum | Datenschutz | Verträge hier kündigen oder widerrufen | Kostenlose Video-Kompaktkurse mit Dr. Gersch | Youtube-Kanäle Autoimmunerkrankungen, Atemtherapie & Langlebigkeitsmedizin | TikTok | Podcast