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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Von chronischer Krankheit zu Langlebigkeit

Gesundes Zeitmanagement: Methoden, Wirkung und Grenzen

Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.

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Gesundes Zeitmanagement: Methoden, Wirkung und Grenzen

Viele Menschen fragen sich, ob Zeitmanagement-Methoden ihnen wirklich helfen, den Alltag zu bewältigen • oder ob sie am Ende mehr Stress erzeugen.

Besonders, wenn der berufliche und private Alltag von ständiger Überforderung geprägt ist, ist es sinnvoll, die Funktion von Zeitmanagement-Techniken kritisch zu hinterfragen. Es geht darum: Welche Methoden sind tatsächlich nützlich? Kann effizientes Zeitmanagement in ein Hamsterrad führen, das inneren Druck verstärkt?

Verschiedene Methoden sind in der Praxis etabliert.

Allen voran das Getting Things Done (GTD) System nach David Allen. Der Ansatz empfiehlt, sämtliche Aufgaben unabhängig vom Kontext in Postfächer (Inbox) zu sammeln. In regelmäßigen Zeitfenstern werden die Aufgaben nach bestimmten Regeln sortiert: Was in weniger als zwei Minuten erledigt werden kann, wird sofort bearbeitet; umfangreichere Aufgaben werden terminiert, delegiert oder in eine Wiedervorlage gelegt.

Das Ziel ist Ordnung und Übersicht, um offene Aufgaben gezielt zu erledigen.

Doch auch GTD stößt an Grenzen. Schon Oliver Burkeman, der Autor von 4000 Wochen, betont: Selbst die perfekt organisierte To-Do-Liste wächst oft schneller, als man sie abarbeiten kann.

Wir können unmöglich alle Bücher lesen, alle Podcasts hören oder alle offenen Aufgaben erledigen. Im Kern entsteht das Gefühl permanenter Unzulänglichkeit, wenn Stapel unerledigter Aufgaben mit den Wochen wachsen.

Hier setzt Priorisierung an, wie etwa mit der bekannten Eisenhower-Matrix. Die Matrix teilt Aufgaben in vier Kategorien: dringend und wichtig, wichtig aber nicht dringend, dringend aber nicht wichtig, sowie weder dringend noch wichtig.

Dringende und wichtige Punkte benötigen direkte Aufmerksamkeit. Aufgaben, die zwar wichtig, aber nicht dringend sind, sollten bewusst terminiert werden • etwa die eigene Weiterbildung oder langfristige Gesundheitsmaßnahmen.

Dringende, aber weniger wichtige Aufgaben kann man häufig delegieren. Alles, was weder dringend noch wichtig ist, darf getrost aussortiert werden.

Viele empfinden Erleichterung, durch Delegation und den Mut zum Nein sagen.

In Unternehmen kann dies bedeuten, Aufgaben gezielt abzugeben, im Privaten helfen Automatisierung oder externe Dienstleistungen. Ziel ist, sich als Einzelne oder Einzelner auf das Wesentliche zu konzentrieren und sich nicht in Routine und Nebensachen zu verlieren.

Daneben etabliert sich das Time-Blocking. Hier werden explizite Zeitfenster für bestimmte Aufgabentypen im Kalender reserviert: zum Beispiel Bürozeit von 13 bis 15 Uhr, Gartenarbeit am Dienstag, Kreativzeit für das Buchprojekt montags.

Wichtig ist: Nach Ablauf des Zeitblocks soll der Stift fallen gelassen werden • selbst wenn das Postfach noch nicht leer ist. Genau das verhindert das endlose Weitermachen, das Unruhe verstärkt und die Selbstwirksamkeit untergräbt.

Ein weiteres Problem: Evolutionsbiologisch sind wir darauf trainiert, Zusagen einzuhalten und Aufgaben nicht endlos offen zu lassen. In der modernen Welt führt dieses Programm jedoch häufig zu Selbstüberforderung.

Es ist wichtig zu verstehen, dass nie alle Aufgaben erledigt sein werden • und dass dies nicht negativ, sondern natürlich ist. Ein gesundes Zeitmanagement braucht daher bewusst gesetzte Prioritäten und das Akzeptieren der eigenen Grenzen.

Was dies im Alltag bedeutet? Öffnen Sie beispielsweise Ihre Post täglich und legen Sie alles in eine Inbox. Einmal pro Woche nehmen Sie sich Zeit, um alles Relevante zu erledigen. Delegieren Sie wo möglich, sagen Sie häufiger Nein und räumen Sie aktiv aus, was Ihnen nicht mehr wichtig ist.

Planen Sie Zeitblöcke nicht nur für Routinetätigkeiten, sondern auch für die Aufgaben, die Sie persönlich als Highlight empfinden • seien es kreative Projekte, Weiterbildung oder Erholung.

Diese Balance zwischen Effektivität und Selbstfürsorge legt die Basis für ein dauerhaft gesundes Verhältnis zu Zeit, Aufgaben und Erwartungen.


Quellen: Skill mix in primary care working hours time used on management and burnout among general practitioners.

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