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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Von chronischer Krankheit zu Langlebigkeit

Fastentief mit Gehirnnebel. Ein Problem?

Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.

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Fastentief und Brainfog: Wenn das Gehirn im Fasten streikt

Viele Menschen erleben beim Fasten eine Phase, in der das Gehirn nicht mehr richtig 'funktioniert'. Es ist das Gefühl, nicht mehr klar denken zu können, sich Dinge schlechter merken zu können der sogenannte Brainfog.

Obwohl sich der Rest des Körpers halbwegs wohl fühlt, ist die geistige Leistungsfähigkeit deutlich eingeschränkt. Was steckt hinter diesem Phänomen?

Ein häufiger Grund ist die zu Beginn vieler Fastenkuren noch nicht vollständig adaptierte Leber.

Die Leber kann anfangs meist noch nicht genügend Ketonkörper produzieren, um den Energiebedarf des Gehirns vollständig zu decken. Gerade, wenn Sie noch wenig Erfahrung mit Fasten haben, ist die Fähigkeit zur Ketogenese also zur Produktion dieser alternativen Energieträger begrenzt.

Deshalb ist es nicht ungewöhnlich, anfangs ausgeprägte Schwächephasen zu erleben, die sich vor allem geistig zeigen. Mit jeder Fastenperiode wird die Umstellung leichter, weil die Leber zunehmend besser Ketonkörper in ausreichender Menge bereitstellen kann.

Und wenn Sie merken, dass ihr Denken wirklich eingeschränkt ist, dann empfiehlt es sich manchmal, gezielt kleine Mengen an Kohlenhydraten zuzuführen. Zum Beispiel können wenige Teelöffel Honig ausreichen, um auf schnellstem Wege dem Gehirn die fehlende Energie zu liefern und den Nebel zu vertreiben.

Wird so ein Fastentief mit ein wenig Kohlenhydraten sofort besser? Dann besteht kein Grund zur Sorge: Es handelt sich um eine normale Trainingssache der Stoffwechselanpassung. Ihre Fähigkeit wird mit jedem Mal Fasten wachsen.

Und selbst, wenn Sie mit diesen Kohlenhydraten die Ketose kurzfristig unterbrechen, ist das medizinisch meist unproblematisch. Die wichtigen Fasteneffekte wie die Anregung der Autophagie werden vor allem durch den Verzicht auf Eiweiß gesteuert.

Kohlenhydrate heben diesen Effekt kurzfristig nicht komplett auf, weshalb aus Sicht der Fastenmimikrenährung kleine Mengen unkritisch sind.

Es gibt allerdings auch seltenere Fälle. Das Freisetzen großer Mengen Fettgewebe während des Fastens kann gespeicherte Schadstoffe wie Schwermetalle oder sogenannte Ewigkeitschemikalien in die Blutbahn bringen.

Wenn diese Giftstoffe die Blut-Hirn-Schranke überwinden, sind sie in der Lage, die Hirnfunktion zu beeinträchtigen. Sollte Ihr Brainfog auch nach Gabe von Kohlenhydraten anhalten, empfiehlt sich eine ärztliche Kontrolle.

Ein Urintest kann rasch zeigen, ob aktuell eine erhöhte Ausscheidung von Giftstoffen vorliegt so lässt sich aufdecken, ob Sie z. B. mit Arsen, Blei, Chrom oder Quecksilber belastet sind.

In diesen Fällen ist Fasten sogar ein wertvoller diagnostischer Helfer: Sie bekommen einen Hinweis, dass tieferliegende Probleme mit Schadstoffbelastung bestehen könnten.

Wichtig ist es dann, das Fasten zu pausieren, aus dem Fettstoffwechsel auszusteigen und normal zu essen. Die Einschränkungen des Gehirns können dann länger anhalten gerade, wenn Schwermetalle wie Quecksilber im Spiel sind.

Gemeinsam mit erfahrenen „rztinnen und „rzten lässt sich im Anschluss ein individuelles und schonendes Entgiftungsprotokoll ausarbeiten.

Wer Sorge hat, dass das Unterbrechen des Fastens mit Kohlenhydraten einen problematischen Insulinanstieg auslöst, sei beruhigt: Kurzfristige Symptome wie Hitze, Unwohlsein oder ein rascher Blutzuckeranstieg sind zu erwarten und zeigen, dass Sie zum Zeitpunkt der Umstellung physiologisch insulinresistent sind.

Diese Symptome verschwinden aber rasch wieder und sind meist harmlos.

Ein vorübergehendes Fastentief mit Brainfog ist bei wiederholtem Fasten immer seltener. Ihr Körper lernt mit der Zeit, besser zu adaptieren, und Sie erleben mit jedem Fasten neue Fortschritte.


Quellen: Intermittent Fasting and Emotional Regulation A Psychobiological Framework Integrating Metabolic Neuroendocrine and Interoceptive Mechanisms.

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