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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Von chronischer Krankheit zu Langlebigkeit
Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.
Wir sprechen über eine sehr hilfreiche Methode, die ich als Zeitleistenübung bezeichne. Viele Patienten haben uns von Zielen berichtet, die oft mit ihrer Familie in Verbindung stehen.
Dies ist etwas, das wir später beim Thema Glück besprechen werden.
Familie ist einer der vier Bausteine des Glücks. Viele von Ihnen haben Ziele erwähnt wie: Ich möchte für meine Kinder da sein oder Ich möchte noch dieses und jenes erleben.
Diese Zeitleistenübung lässt sich ganz einfach mit einer Excel-Tabelle durchführen. Ich zeige Ihnen, wie das geht und warum es so wichtig ist.
Es geht dabei nicht um Unsterblichkeit, unsere Sterblichkeit ist unvermeidlich.
Unser Ziel ist es, die Zeit, die wir haben, mit möglichst viel Gesundheit zu füllen und sie so lange wie möglich zu halten. Der Lebensverlauf ist oft etwas, über das wir wenig nachdenken, hauptsächlich, weil der Gedanke an die Sterblichkeit schmerzhaft ist.
Dennoch ist es wichtig, sich die Endlichkeit unserer Zeit vor Augen zu führen.
Ein Beispiel: Ein Kind hat nur etwa 18 Sommer, bis sich seine Lebensumstände entscheidend verändern.
Diese endliche Zeit kann man wunderbar visualisieren, indem man sich fragt, mit wem man was erleben möchte und dies auf einer Zeitleiste darstellt.
Die Technik ist einfach. Man trägt die Jahre oben ein und darunter die Menschen, die einem wichtig sind, mit ihrem jeweiligen Alter.
So habe ich es getan: oben steht meine Frau mit ihrem Alter, darunter meine Kinder und ihre aktuellen Altersangaben. Unten notiere ich die Großeltern, ebenfalls mit ihrem Alter.
Wenn man nun die Bucket-Liste erstellt, sollte man sich überlegen, was man mit wem unternehmen möchte.
Meistens sind es gemeinsame Erlebnisse, die am wertvollsten sind. Wenn ich beispielsweise plane, meine Kinder mit den Großeltern campen zu lassen, gibt es dafür einen idealen Zeitraum. Das Kind muss mindestens drei Jahre alt sein und darf nicht älter als 15 Jahre sein, um ein gutes Erlebnis zu garantieren.
Man kann diese Zeitfenster dann mit denen der Großeltern abgleichen, um zu sehen, wann solche Erlebnisse realistisch planbar sind.
Es gibt auch individuelle Wünsche, die man später im Leben alleine durchführen kann, wie eine Weltreise auf einem Containerfrachter.
Diese Pläne kann man an späteren Zeitpunkten festmachen, wo körperliche oder familiäre Verpflichtungen weniger hinter den großen Abenteuern stehen.
Um die Ziele erfolgreich zu erreichen, sollte man auch die körperliche Leistungsfähigkeit berücksichtigen.
Ein Beispiel dafür ist das Segeln auf einem Katamaran mit den Kindern. Dafür braucht man Kraft und körperliches Können, das ab einem bestimmten Alter schwieriger zu erhalten ist. Ein gewisser Verfall ist unvermeidlich, aber man kann versuchen, ihn durch Training zu verzögern.
Es geht auch darum, realistische Ziele zu setzen, um am Ende nicht enttäuscht zu sein. Die Zeitleistenübung hilft, realistische Pläne zu erstellen und sich auf die schönsten Dinge des Lebens und die Menschen, mit denen man sie teilen möchte, zu freuen.