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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Von chronischer Krankheit zu Langlebigkeit
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Vitamin C, auch bekannt als Ascorbinsäure, ist ein lebenswichtiges Vitamin für unseren Organismus. Sie benötigen es zum Erhalt zahlreicher Körperfunktionen.
Und dennoch stellt sich häufig die Frage, ob eine erhöhte Zufuhr von Vitamin C negative Auswirkungen auf die Nieren haben kann.
Überschüssiges Vitamin C wird im Körper zu Oxalsäure umgewandelt.
Diese Oxalsäure gelangt anschließend über die Nieren in den Urin und wird ausgeschieden. Dabei besteht die Eigenschaft von freier Oxalsäure, gerne eine Verbindung mit Kalzium einzugehen.
So entstehen schließlich Kalziumoxalat-Kristalle. Diese Kristalle sind Hauptbestandteil von Nierensteinen. Bilden sich zu viele davon, kann eine sogenannte Oxalat-Nephropathie entstehen, welche die Nierenfunktion sicher beeinträchtigt.
Die Frage, ab welcher Menge Vitamin C tatsächlich schädlich wird, lässt sich nicht pauschal beantworten. Viele gesunde Menschen kommen mit Zufuhrmengen von 1.000 mg, gelegentlich sogar mit 2.
000 mg pro Tag gut zurecht. Überschreiten Sie jedoch die tägliche Einnahme von 2.000 mg, ist das Risiko für Nierenschäden deutlich erhöht. Bei jedem Individuum kann die Toleranz verschieden ausfallen.
Vitamin C verhält sich zudem je nach Dosis anders im Körper. In kleinen Mengen wirkt Vitamin C antioxidativ es schützt also Ihre Zellen. Bei höheren Mengen kehrt sich dieser Effekt um und es überwiegt eine prooxidative Wirkung.
Ab welcher Menge dies geschieht, lässt sich nur schwer bestimmen, da es individuelle Unterschiede gibt. Studien belegen jedoch, dass bei der Gabe von etwa 7,5 Gramm pro Tag sicher eine prooxidative Wirkung auftritt.
Unklar bleibt, ob bereits zwischen 1.000 mg und 2.000 mg täglich diese Grenze überschritten wird. Es wird angenommen, dass eine Tagesdosis von 500 mg Vitamin C ein sicherer Bereich ist, der nicht zu einer prooxidativen Belastung beiträgt.
Auch nephrologische Fachgesellschaften empfehlen, insbesondere bei vorgeschädigter Niere, nicht mehr als 500 mg Vitamin C pro Tag zuzuführen.
Eine Portionsaufteilung auf morgens und abends hat sich als sinnvoll erwiesen, da Vitamin C wasserlöslich ist und besser aufgenommen werden kann.
Retardiertes, also verzögert freisetzendes Vitamin C wird in einigen Fällen eingesetzt, allerdings sollten Sie wissen, dass auch hier Vorsicht geboten ist.
Eine Möglichkeit, die individuelle Belastung durch Oxalsäure nach Vitamin C-Zufuhr zu prüfen, ist die Analyse von Oxalsäure im Vier- oder Zwölf-Stunden-Urin.
So erfahren Sie, ob eine erhöhte Oxalabelastung für Ihre Nieren vorliegt.