Logo
Dr. Gerschs Wissensarchiv | Von chronischer Krankheit zu Langlebigkeit

NEM Masterclass Lektion 5 - Fallbeispiele und praktische Anwendung

Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.

Video-Transkript

Gezielter Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln für Langlebigkeit: Fallbeispiele und Praxiswissen

Ein individuell abgestimmter und wissenschaftlich fundierter Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln unterstützt gezielt die Langlebigkeit und ein vitales Altern.

Dabei ist es essenziell, verschiedene Lebenssituationen und Zielsetzungen zu berücksichtigen: von der Verlangsamung zellulärer Alterungsprozesse, dem Schutz der mitochondrialen Funktion bis zur Reduktion chronischer Entzündungszustände ('Inflammaging').

Soll der NAD+-Pool in der Zelle erhalten werden, lohnt sich der Fokus nicht nur auf Vorstufen wie NR oder NMN. Auch pflanzliche CD38-Inhibitoren wie Apigenin aus Kamillentee, Sellerie, Brokkoli, Artischocken oder Petersilie stellen eine unterschätzte Option dar, den Verbrauch von NAD+ zu reduzieren durch ihre gelbe Färbung sogar sichtbar.

Eine Steuerung zellulärer Signalwege wie mTOR und AMPK gelingt am wirksamsten durch einen angepassten Lebensstil: Fastenintervalle, sportliche Betätigung und gezielte Ernährung sind hier den isolierten Substanzen wie Berberin oft vorzuziehen, da Letzteres potenziell unerwünschte Nebenwirkungen mit sich bringt.

Omega-3-Fettsäuren spielen eine tragende Rolle bei der Optimierung membraner Fluidität und interzellulärer Kommunikation. Ziel ist immer, das Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6 zu verbessern zumeist durch Reduktion von Omega-6 und Erhöhung von Omega-3.

Bei Sportlern und leistungsorientierten Personen rückt die ATP-Synthese, die Sauerstoffversorgung und die Kontrolle des oxidativen Stresses in den Vordergrund. Wichtig: Der unreflektierte Einsatz von Antioxidantien direkt nach dem Training kann physiologische Anpassungen unterbinden.

Stattdessen ist es ratsam, essentielle Cofaktoren für die Zellatmung wie Coenzym Q10, Magnesium und B-Vitamine gezielt zu überprüfen und ggf. zu ergänzen. Zusätzlich können Adaptogene die Stressachse stabilisieren, allerdings sind nicht-medikamentöse Ansätze wie Atemtherapien bevorzugt.

In speziellen Lebensphasen, etwa einer Schwangerschaft, ist die epigenetische Programmierung des Fötus entscheidend. Ein gesteigerter Bedarf an Nährstoffen wie Methylgruppen, Cholin (besonders wichtig u.

a. für die Gehirnentwicklung des Kindes) und hochgereinigtem DHA (bei unzureichender Fischaufnahme) ist zu berücksichtigen. Studien zeigen, dass ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren mit Intelligenzdifferenzen unter Geschwistern assoziiert sein kann ein Zeichen für die Relevanz einer bedarfsgerechten Versorgung.

Die systematische Planung von Nahrungsergänzungen erfolgt immer auf Basis eines stabilen evolutionären Fundaments: Gesunder Schlaf, ein synchronisierter zirkadianer Rhythmus und der Verzicht auf entzündungsfördernde Lebensmittel sowie Umweltgifte bilden die Grundlage.

Erst danach werden funktionelle Defizite wie Magnesium-, Vitamin-D- oder Omega-3-Mangel gezielt per Labor überprüft und ergänzt. Sinnvoll ist der Einsatz von Kombinationspräparaten, um die Anzahl an Füllstoffen und Tabletten gering zu halten.

Gezielte therapeutische Ergänzungen beispielsweise Kupfer oder Zink sollten lediglich zeitlich limitiert und nach Bedarf erfolgen. Entscheidend ist eine dynamische Anpassung: Mindestens im Dreimonatsrhythmus empfiehlt sich eine Kontrolle von relevanten Blutmarkern wie Elektrolyten, Ferritin, CRP, Homocystein, Vitamin D, Zink, Selen und Kupfer, um individuell reagieren zu können und potenzielle Überdosierungen oder Wechselwirkungen zu vermeiden.

Auch saisonale Schwankungen sind zu berücksichtigen, insbesondere bei Vitamin D: Ziel ist, dauerhaft einen Wert im oberen Normbereich zu gewährleisten und stärkere Abfälle in den Wintermonaten zu vermeiden, ohne im Sommer zu hohe Werte anzustreben.

Bestimmte Pflanzenstoffe, etwa Adaptogene oder Berberin, sollten zyklisch eingenommen werden, um eine Downregulation von Rezeptoren zu vermeiden und die physiologische Wirkung zu erhalten.

Insgesamt sollte stets hinterfragt werden, welche Substanzen durch Laborwerte oder spürbare Effekte nachweislich einen Vorteil bieten und welche Supplemente lediglich in bestimmten Lebensphasen sinnvoll sind.

Die Basissupplementierung bildet dabei das Rückgrat eine Ergänzung darüber hinaus ist nur begründet und zeitlich limitiert empfehlenswert. Nahrungsergänzungen dürfen niemals als Ersatz für einen gesunden Lebensstil betrachtet werden, sondern als präzises Werkzeug funktioneller Medizin dienen, um ein optimales biologisches Fundamt zu stärken, ohne Risiken durch Überdosierung oder Interaktionen einzugehen.


Quellen: Targeting cognitive aging with curcumin supplementation A systematic review and meta-analysis., Inhibition of CD38 and supplementation of nicotinamide riboside ameliorate lipopolysaccharide-induced microglial and astrocytic neuroinflammation by increasing NAD, DHA Nutritional Programming During the First 1000 Days of Life., Synergistic Potential of Berberine and Metformin Unlocking Enhanced Anti-Diabetic Efficacy.

© Dr. Gersch Zentrum für funktionelle Langlebigkeitsmedizin, Steinmetzstraße 3, 67655 Kaiserslautern | Tel. 0631 / 34 35 97 38 | Impressum | Datenschutz | Verträge hier kündigen oder widerrufen | Kostenlose Video-Kompaktkurse mit Dr. Gersch | Youtube-Kanäle Autoimmunerkrankungen, Atemtherapie & Langlebigkeitsmedizin | TikTok | Podcast