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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hyperventilationssyndrom
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Chronische Hyperventilation ist ein weit verbreitetes Problem, das oft übersehen wird. Trotz der Tatsache, dass Yoga-Atmung viele gesundheitliche Vorteile bietet, kann es in einigen Fällen kontraproduktiv sein, insbesondere bei Personen mit chronischer Hyperventilation.
Eine klare Unterscheidung zwischen verschiedenen Atemtechniken ist daher entscheidend.
Es gibt erhebliche Unterschiede in der Art und Weise, wie Atemübungen im Yoga und in der medizinischen Praxis durchgeführt werden.
Während Yoga oft tiefe Atmung zur Förderung der Entspannung verwendet, empfehlen wir bei chronischer Hyperventilation keine tiefe Atmung. Der Grund liegt in der Kontrolle des CO2-Spiegels im Blut, um unangenehme Symptome zu vermeiden.
Als Narkosearzt habe ich gelernt, Patienten zu beatmen, während kontinuierlich zwei Dinge gemessen werden: das Minutenvolumen und das Atemzugvolumen. Ein gesunder Mensch sollte ein Atemminutenvolumen von etwa sechs Litern haben.
Bei Patienten mit niedrigerer CP-Werte (Control Pause) hingegen kann das Minutenvolumen erheblich höher sein.
Wenn Sie tief atmen, nehmen Sie mehr Luft auf, müssen aber auch mehr ausatmen, was oft zu einem übermäßigen Verlust von CO2 führt.
Eine zu tiefe Atmung über einen längeren Zeitraum kann den CO2-Spiegel im Blut senken, was zu Hypokapnie führt.
Eine effektive Atemtechnik zur Kontrolle der Hyperventilation beinhaltet das langsame Ein- und Ausatmen, wodurch ein Verlust von CO2 minimiert wird.
Mit der Zeit kann diese Methode den CP-Wert verbessern und die Häufigkeit und Intensität der Symptome verringern.
Yoga-Atmung kann natürlich vorteilhaft sein, solange sie nicht häufige und tiefe Atemzüge erfordert.
Eines der Hauptprobleme ist, dass Yoga-Lehrer oft einen höheren CP-Wert haben als ihre Schüler, was zu einer Diskrepanz in der sicheren und effektiven Durchführung der Übungen führt.
Ein Vergleich mit dem Schwimmtraining meines Sohnes veranschaulicht dies gut. Sein Schwimmlehrer fordert ihn auf, bei jedem oder jedem zweiten Schwimmzug zu atmen, doch für einen längeren Tauchgang muss die Atemfrequenz reduziert werden.
„hnlich verhält es sich mit Yoga-Atemübungen: Eine Reduzierung der Atemfrequenz kann helfen, CO2 zu halten und Hyperventilation zu vermeiden.