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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hyperventilationssyndrom

Bewegungen zur Regulation des Nervensystems

Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.

Video-Transkript

Weiche Bewegungen zur Regulation des Nervensystems und für eine verbesserte Atmung

Der Einstieg in Atemübungen wie die Buteyko-Methode fällt nicht immer leicht. Viele Menschen berichten, dass sie sich vor Beginn der Übungen eher angespannt oder aufgedreht fühlen.

Die Notwendigkeit, überhaupt mit einer gezielten Atmung zu beginnen, entsteht meist aus einer grundsätzlichen Unruhe. Anspannung und eine erhöhte Aktivierung des Nervensystems können es erschweren, die gewünschten Techniken erfolgreich einzusetzen.

Deshalb ist es sinnvoll, nicht direkt mit den eigentlichen Atemübungen zu beginnen, sondern den Zustand des eigenen Körpers vorher zu berücksichtigen und gezielt zu beeinflussen.

Für viele Betroffene ist es eine Hilfe, durch sanfte Dehnung der Muskulatur insbesondere im Nacken, Brustkorb, Rücken und im gesamten Oberkörper erste Anspannungen zu lösen. Es ist ratsam, diese Dehnung mindestens 20 Sekunden lang zu halten oder sie mehrfach anzusteuern, damit der Körper und die Faszien ausreichend auf die Reize reagieren können.

Nicht immer reicht dies aus, um das Nervensystem spürbar zu beruhigen. In solchen Fällen haben sich weiche, nicht rhythmische und möglichst freie Bewegungen bewährt. Besonders die moderne Traumaforschung konnte aufzeigen, dass unser System auf kleine, sanfte Bewegungen mit verbesserter Selbstregulation reagiert.

Dies können entwickelte Methoden wie beispielsweise das žSich-im-Arm-HaltenÜ, das langsame Bewegen von Schultern, Wirbelsäule und Becken sowie die Orientierung im Raum sein.

Wesentlich ist, jeden Bereich des Körpers neugierig zu erkunden und mit der Aufmerksamkeit in die Bewegungsrichtung zu gehen.

Dabei helfen langsame, fließende Bewegungen, wie sie etwa in sanften Yoga-Einheiten oder somatischen Ansätzen oft vermittelt werden. Besonders hilfreich ist es, mit geschlossenen oder weichen Augen zu üben und zu beobachten, wie sich der Zustand des Gewebes langsam verändert.

Bereiche, die sich zuvor eng oder verspannt angefühlt haben, werden nach und nach durchlässiger, fast wie eine Wolke, die ihre Form und Festigkeit verliert.

Es lohnt sich, Übergänge zwischen Bewegung und Stille immer wieder bewusst zu gestalten.

Dabei kann sich die eigene Atmung fast wie von selbst verlangsamen und an Tiefe gewinnen. Das ermöglicht es schließlich, mit der sogenannten LSD-Atmung (leicht, sanft, dauerhaft) zu beginnen.

Ziel ist hierbei, das Atemvolumen allmählich zu reduzieren, solange genügend Sauerstoff vorhanden ist und der Luftwunsch nicht zu unangenehm wird. Bei zunehmendem Luftwunsch kann eine sanfte Bewegung oder ein kurzer Moment des Innehaltens helfen, den Körper erneut zu beruhigen.

Diese Form des Übens bedeutet, aktiv mit den Signalen und Bedürfnissen des Körpers zu arbeiten, anstatt sie zu übergehen oder zu ignorieren. Kleine Zeichen der Regulation wie das Auftauchen von Seufzern oder ein sich lösender Druck sind normale und willkommene Begleiter in solchen Phasen.

Die Atmung wird dabei zunehmend m müheloser. Am Ende entstehen längere Momente der Stille nach der Ausatmung nicht forciert, sondern als natürliche Reaktion auf die Entspannung. Es empfiehlt sich, immer großzügig mit sich umzugehen und die Übungen entsprechend dem eigenen Zustand anzupassen.

Und schließlich ist es erlaubt, dem eigenen Körper zuzustehen, so zu sein, wie er gerade ist sogar, wenn sich in einem Moment der Stille die erwünschte Ruhe nicht sofort einstellt.

Erlauben Sie sich Neugier, Leichtigkeit und behutsames Nachspüren: Mit weichen Bewegungen und aufmerksamer Atmung lassen sich positive Anpassungen im Nervensystem behutsam und nachhaltig auslösen.


Quellen: The health effects of diaphragmatic breathing A systematic review.

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