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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hyperventilationssyndrom

Welche Erkrankungen können ein sekundäres Raynaud-Syndrom auslösen?

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Welche Erkrankungen können ein sekundäres Raynaud-Syndrom auslösen?

Es gibt eine Vielzahl von Erkrankungen und Bedingungen, die zu einem sekundären Raynaud-Phänomen führen können.

Diese Unterscheidung von einem primären Raynaud-Phänomen ist wichtig, da sie oft auf schwerwiegendere zugrunde liegende Gesundheitsprobleme hinweist, die entsprechende Diagnostik und Behandlung erfordern.

Bindegewebserkrankungen sind eine häufige Ursache. Dazu zählen vor allem rheumatoide Erkrankungen und Mischkollagenosen. Auch undifferenzierte Bindegewebserkrankungen wie Dermatomyositis oder Polymyositis, also Entzündungen der Muskulatur, können ein sekundäres Raynaud-Syndrom hervorrufen.

Rheumatoide Arthritis, das Sjögren-Syndrom, Lupus erythematodes und Sklerosen sind weitere Autoimmunerkrankungen, die das Raynaud-Phänomen verursachen können. Sklerosen sind durch Verengungen der Haut gekennzeichnet und können auch in Verbindung mit einem Raynaud-Syndrom auftreten.

Das Raynaud-Phänomen kann ein frühes Anzeichen für diese Autoimmunerkrankungen sein und oft viele Jahre vor deren Diagnose auftreten.

Es gibt auch weniger dramatische Gründe für das Auftreten eines sekundären Raynaud-Syndroms.

Eine Schilddrüsenunterfunktion, insbesondere in Form der Autoimmunerkrankung Hashimoto, kann zu dieser Problematik führen. Bluterkrankungen wie das Vorhandensein von Kälteantikörpern oder eine Polycythaemia vera können ebenfalls Auslöser sein.

Bestimmte Tumorerkrankungen oder Geschwulstartige Erkrankungen, wie Myelome, können das sekundäre Raynaud-Syndrom ebenfalls verursachen. Auch neurologische Erkrankungen wie das Karpaltunnelsyndrom oder physische Reize wie Erfrierungen und Verletzungen durch Vibrationen können dafür verantwortlich sein.

Zudem gibt es Minderdurchblutungsstörungen, wie das Thoracic-Outlet-Syndrom, bei dem oberhalb nicht ausreichend Blut fließt und somit die Finger schlechter durchblutet werden. Bestimmte Medikamente, angefangen von Herz-Kreislauf-Medikamenten wie Beta-Blockern bis hin zu Drogen wie Kokain oder Nikotin, können ebenfalls ein sekundäres Raynaud-Phänomen auslösen.

Das Auftreten eines sekundären Raynaud-Syndroms sollte stets Anlass dafür sein, eine gründliche diagnostische Abklärung vorzunehmen, um mögliche zugrunde liegende Erkrankungen rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln.

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