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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hyperventilationssyndrom
Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.
Die Verwendung eines Pulsoxymeters, um die Sauerstoffsättigung während Atemübungen oder im Alltag zu messen, kann zu Verwirrung führen.
Dies liegt daran, dass die Interpretation der Sauerstoffsättigung (SpO2) nicht unkompliziert ist. Meine Erfahrung als Narkosearzt hat gezeigt, dass es viele Jahre an Übung bedarf, um diese Werte korrekt zu deuten.
Die Sauerstoffsättigung ist einem dynamischen Prozess unterworfen und viele Faktoren, wie zum Beispiel der Blutdruck, beeinflussen sie. Ein besonders niedriger Wert, wie etwa 85% Sauerstoffsättigung, kann bedeuten, dass nur 85% der roten Blutkörperchen mit Sauerstoff beladen sind, was kritisch sein kann.
Doch nicht immer spiegelt ein solcher Wert eine reale Sauerstoff-Unterversorgung wider. Das liegt auch daran, dass die Pulsoxymetrie auf der Pulswelle und dem Blutdruck basiert. Menschen mit schlechter Durchblutung oder kalten Händen zeigen häufig niedrigere Werte, die nicht der Realität entsprechen.
Es ist deshalb entscheidend, dass Sie die Pulsoxymetrie nicht zur Selbstdiagnose verwenden. Stattdessen sollten Sie bei ungewöhnlichen Werten immer ärztliche Hilfe suchen. Eine schlechte Sauerstoffsättigung kann auf ernsthafte Gesundheitsprobleme hinweisen, wie etwa ein Blutgerinnsel in der Lunge.
Diese Problematik treten zum Beispiel häufig bei einer Covid-19-Erkrankung auf.
Profisportler nutzen Pulsoxymetrie zur Kontrolle ihrer Gesundheit, indem sie nach Erkältungssymptomen suchen und entsprechend ihre Trainingspläne anpassen.
Dies zeigt, dass bereits ein leichter Infekt den SpO2-Wert beeinflussen kann.
Eine niedrige Sauerstoffsättigung sagt jedoch nichts über Ihre mitochondriale Funktion oder die Sauerstoffversorgung auf Zellebene aus.
Daher ist die Menge an Sauerstoff im Blut nicht direkt relevant für die zelluläre Sauerstoffversorgung.
Bei Atemübungen kann die Sauerstoffsättigung ebenfalls variieren. Etwa fällt der Wert häufig ab, wenn die CO2-Konzentration steigt, was ein positives Zeichen sein kann.
Andererseits könnten schlechte SpO2-Werte auch durch eine verminderte Lungenfunktion oder einen reduzierten Blutdruck während der Übungen verursacht werden.
Deshalb sollten Sie Pulsoxymetrie als Messinstrument lediglich als unterstützende Diagnosetechnik betrachten und eine ärztliche Beratung einholen, um eine präzise Diagnose zu stellen.