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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hyperventilationssyndrom
Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.
Willkommen zurück! Wir sprechen über Long-Covid und CO2-Mangel. Das letzte Mal habe ich Ihnen erklärt, wie wir einen CO‚‚-Mangel unter Corona bekommen und vor allen Dingen in Post-Covid Stadien auch behalten.
Da habe ich Ihnen bisher vorenthalten, wo eigentlich das Problem davon liegt. Und das lassen Sie mich jetzt einmal ganz kurz berichten: Das menschliche Leben stammt aus einer Zeit, die sehr arm an Sauerstoff ist.
Denken Sie an Einzeller, die aus dem Meer ans Land kriechen. Sie können sich das bildlich vorstellen, viele Vulkane, wenig Luft.
Das heißt, wir haben hier zwar knapp 21 % Sauerstoff auf der Erde, aber so viel brauchen wir nicht.
Eine menschliche Zelle - und fast jede Zelle auf der Welt - ist in der Lage bei nur 2 % Sauerstoff zu überleben. Mehr Sauerstoff haben wir in unseren Zellen intern auch gar nicht und das ist auch der Grund dafür, dass ein Fisch im Wasser leben und atmen kann (im Wasser ist 1% Sauerstoff drin).
Denken Sie an einen U-Boot-Film: Das Boot taucht schon sehr lange, es gibt wenig Sauerstoff, nur 10 %! Ein bisschen müde ist man da vielleicht, aber man kann davon erst einmal leben. Denn der Körper ist dafür gemacht, mit wenig Sauerstoff umzugehen.
Und das sind Dinge, die weiß eigentlich jeder Arzt! Und ich hab ja ursprünglich mal Narkosearzt gelernt, ich habe in meinem Leben weit über 2.000 Narkosen gemacht und dabei jedes Mal CO‚‚ gemessen! Ich kann Ihnen sagen, ich habe nie richtig verstanden, was ich da messe.
Jeder Arzt hat Sauerstoffbindungskurven gelernt. Ich auch. Aber ich habe deren Hintergrund nicht verstanden.
Und ohne jemanden beleidigen zu wollen, aber meine Kollegen wissen das wahrscheinlich auch nicht.
Ich habe Jahre gebraucht - erst in meinem letzten Karrierejahr im Krankenhaus habe ich die Sache mit dem CO‚‚ verstanden. Und dann habe ich die Konsequenz daraus gezogen: Ich muss etwas anderes als Krankenhaus machen, weil man eigentlich die Ursachen von Erkrankungen angehen möchte, nicht nur chronische Krankheit verwalten, aber das jetzt nur als Information am Rande.
Wie funktioniert das? Es gibt drei Kriterien, die entscheiden, wie viel Sauerstoff, den ich einatme, geht in die Zelle? Das hatte ich Ihnen neulich schon erklärt, ich atme ein, Sauerstoff geht in die Lunge, Sauerstoff bindet sich an rote Blutkörperchen.
Ich kann einen Fingerclip verwenden, ich kann das messen, wie viel Sauerstoff im Blut gelöst ist. Aber eigentlich geht es um den Sauerstoff, der in die Zelle geht, und zwar dort, wo Sie den Sauerstoff brauchen.
Diese drei Kriterien dafür sind: Das eine ist 2,3-BPG, ein komischer Stoff, aber diesen kann ich durch Höhentraining auslösen. Das heißt, jeder Athlet, der etwas von sich hält, macht Höhentraining, wenn er hohe Leistung haben möchte, weil dann geht mehr Sauerstoff aus einer Atmung in die Zelle.
Die zweite Sache ist (kennen Sie auch ein bisschen): Ich habe lange als Notarzt im Rettungsdienst gearbeitet und ich kann Ihnen sagen, wenn das Schreckliche passiert, ein Kind fällt ins Wasser, und das ist warmes Wasser, dann haben Sie im Sommer im Freibad nur ein Zeitfenster von wenigen Minuten das Kind zu retten! Wenn so etwas im Winter passiert, jemand fällt in einen kalten Teich, dann haben Sie auch in der Presse schon von den Fällen gelesen, da hat man ein Zeitfenster von paar Minuten mehr.
10-15 Minuten gibt es da Rettung von den Ertrunkenen, Beinahe-Ertrunkenen, Kindern. Weil wenn es kalt ist, wird Sauerstoff weniger an das Gewebe abgegeben. Wenn es warm ist, ist es umgekehrt, da wird Sauerstoff vermehrt abgegeben.
Das heißt, wenn das Kind ins kalte Wasser gefallen ist, verbraucht der Rest des Körpers kaum noch Sauerstoff, nur noch das Gehirn und deswegen kann dieses Kind länger überleben.
Und auch das kennen Sie so ein bisschen von sich: Wenn Sie draußen im Kalten stehen, dann werden die Finger kalt und blau, weil Sie die nicht bewegen. Das heißt, Sie produzieren dort auch weniger CO‚‚ (da kommen wir jetzt gleich darauf zu sprechen).
Weil es kälter ist, wird die Durchblutung gedrosselt und Gefäße ziehen sich zusammen.
Der dritte Punkt ist CO‚‚. CO‚‚ wird von unseren Mitochondrien produziert. Alle Zellen, die Stoffwechsel aktiv sind, produzieren dieses CO‚‚.
Und eine Zelle, die wenig CO‚‚ produziert, braucht auch nicht viel Sauerstoff - sagt der Körper. Und das ist jetzt die große Essenz, über die wir reden: Wenn der CO‚‚-Gehalt im Körper niedrig ist, aber die Produktion schlecht ist, a) wegen einer Mitochondrien Dysfunktion, b) viel häufiger, weil Sie zu viel CO‚‚ abatmen und dadurch der CO‚‚-Spiegel im Körper sinkt, dann glaubt der Körper, alle Zellen im Körper hätten keinen Sauerstoffbedarf.
Wenn Sie das haben, ist das ein riesiges Problem, weil Sie haben Energiemangel, Sauerstoff-Unterversorgung. Plötzlich kommen Sie genau in diesen Energiearmutszustand! Die chronische Müdigkeit, all das, was Long-Covid ausmacht.
Und dadurch, dass sie vielleicht noch einen chronischen Husten haben oder ähnliches, wird das ganze natürlich noch viel mehr und länger aufrechterhalten.
Jetzt habe ich einmal grob umrissen, was das Problem ist, und jetzt möchte ich eigentlich im nächsten Teil noch einmal ganz kurz demonstrieren, dass, was der Dr.
Gersch erzählt, nicht irgendein theoretisches Hirngespinst ist, sondern ich werde Ihnen eine ganz konkrete Übung zeigen, an der Sie erkennen können, wie gut das in der Praxis funktioniert.
Und dann können darüber sprechen, was man noch so richtig langfristig machen kann, aber wichtig: Ich möchte Ihnen erklären, wie es funktioniert. Also seien Sie gespannt auf mein nächstes Video.
Bis dahin, auf Wiedersehen!