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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hyperventilationssyndrom
Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.
Und zwar begegnet mir regelmäßig, wie schwer es vielen Menschen fällt, sich im Alltag ausreichend Raum für sich selbst zu nehmen.
Im Rahmen von Gesundheit, insbesondere bei Erschöpfung oder chronischer Schwäche, spielt das eigene Abgrenzen eine zentrale Rolle. Oft ist es für viele viel einfacher, einen festgelegten Termin wahrzunehmen.
Ein Termin im Kalender gibt Legitimation und Priorität: Zu dem Zeitpunkt findet die Aktivität ganz selbstverständlich statt. Doch fehlt dieser feste Rahmen, ist die eigene Übung schnell zur Seite geschoben.
Es gibt immer Gründe: ein Klingeln an der Tür, ein Anruf, ein anderes dringendesÜ Anliegen. So entschwindet die Selbstfürsorge unmerklich zugunsten anderer Dinge.
Gerade Menschen, die unter Erschöpfung leiden, haben oft Schwierigkeiten, sich klar abzugrenzen.
Mir ist noch nie jemand begegnet, der bei dauerhafter Schwäche gut Nein sagen und klar die eigenen Grenzen verteidigen konnte. Dafür liegen häufig die Ursachen in frühkindlichen Prägungen, in denen Anpassung und Zurückstecken notwendig waren.
Wer nie gelernt hat, die eigenen Bedürfnisse zu spüren und als eigenständiger Mensch für sie einzustehen, wird es schwer haben, im Erwachsenenalter den notwendigen Raum zu beanspruchen.
Es ist elementar, den Kontakt zum eigenen Körper zu stärken. Über den Atem kann dies gelingen. Wenn Sie durch bewussten Atem wieder bei sich ankommen, wird klarer, was Sie individuell an diesem Tag brauchen.
Genau hier beginnt Selbstverantwortung: Bedürfnisse erkennen und vertreten nicht nur im Stillen für sich selbst, sondern auch nach außen gegenüber anderen. Wer im Alltag lebt und handelt, tut gut daran, die eigenen Wünsche zu kommunizieren und im Dialog mit Mitmenschen Lösungen zu suchen.
Natürlich gibt es Situationen, in denen es Anpassungen braucht, aber schon das offene Vertreten der eigenen Bedürfnisse schafft Klarheit und eine gesündere Basis.
Distanz zum eigenen Körper oder das Übergehen der eigenen Grenzen führt häufig erst spät zu spürbarem Unwohlsein dann, wenn die Kraft schon erschöpft ist.
Es ist viel hilfreicher, frühzeitig aufmerksam zu bleiben. Häufig jedoch taucht Unsicherheit oder sogar Aufregung auf, wenn Sie beginnen, sich Raum zu nehmen. Allein die Vorstellung, die Übungszeit in den Kalender einzutragen oder ein Schild an die Tür zu hängen, kann innere Anspannung hervorrufen.
Hier hilft es, dieses Gefühl bewusst wahrzunehmen und zu benennen. Denn neue Forschung zeigt: Benennen wir das Unwohlsein, verliert es an Bedrohung, ähnlich wie ein entlarvter Schatten im Dunkeln.
Strukturen helfen. Tragen Sie bewusste Übungszeiten in den Kalender ein und benachrichtigen Sie Ihr Umfeld, wann Sie nicht gestört werden möchten. Alternativ nutzen Sie kleine Rituale oder symbolische Gegenstände, die sichtbar machen: Jetzt ist Ihre Zeit zur Selbstfürsorge.
Behandeln Sie diesen Termin so verbindlich wie einen Arztbesuch, einen Friseurtermin oder ein wichtiges Treffen.
Dabei ist das Atmen ein zentrales Werkzeug. Die LSD-Atmung bündelt Light (sanft), Slow (langsam) und Diaphragm (Zwerchfell).
Setzen Sie sich aufrecht hin, lassen Sie die Schultern entspannt sinken und richten Sie die Aufmerksamkeit nach innen. Atmen Sie sanft und unhörbar durch die Nase. Visualisieren Sie, wie die Luft über Nasenlöcher und Hautporen einströmt, den ganzen Körper durchwandert und wieder verlässt.
Unterstützend können Sie die Hände an die unteren Rippen legen, um die Zwerchfellatmung bewusst zu spüren. Auch kleine Atembewegungen reichen völlig aus, entscheidend ist ein Gefühl von Weichheit und innerer Ruhe.
Zentral ist es, die Atmung in einem entspannten, regulierten Zustand zu halten. Reduzieren Sie die Atemmenge allmählich, solange Sie sich wohl und ruhig fühlen. Indikatoren für eine gute Sauerstoffversorgung können wärmere Hände oder eine leichte Entspannung im Gesicht sein.
Nehmen Sie sich diese Zeit, wann immer möglich auch beim Liegen, Lesen oder während ruhiger Beschäftigungen. Wichtig ist, die Übung ganz als persönliche Priorität anzunehmen.
Selbstregulation und die bewusste LSD-Atmung schaffen langfristig innere Stabilität und Wohlbefinden.