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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hyperventilationssyndrom

Mikrothromben nach Covid-Erkrankung und ihr Zusammenhang mit der Atmung

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Video-Transkript

Mikrothromben bei Covid-Erkrankungen: Ursachen und Auswirkungen

Mini-Thromben nach einer Covid-Erkrankung oder während der Erkrankung sind ein wichtiges Thema. Diese Mikrothromben sind winzige Blutgerinnsel, die häufig im Blut von Covid-19-Patienten auftreten.

Doch wie hängen diese Mikrothromben mit der Atmung während der Erkrankung zusammen?

Eine der Merkmal schwerer Covid-19 Fälle, aber auch bei milderen Verläufen, ist eine ablaufende Blutgerinnung.

Dank unserer Labortestmaschine konnten wir bei jedem Corona-Patienten mit Symptomen positive Blutgerinnungswerte feststellen und dementsprechend eine Blutgerinnungshemmung verordnen.

Warum ist dies bedeutsam? Wir glauben, dass ein Großteil der Komplikationen bei Covid-19 durch Blutgerinnsel verursacht wird.

Die Blutgerinnung wird durch zwei Hauptkomponenten beeinflusst: Entzündung und Atemmuster. Corona ist eine stark entzündliche Erkrankung, die die Fließeigenschaften des Blutes verändert und die Bildung von Blutgerinnseln begünstigt.

Ein weiterer wesentlicher Faktor ist die richtige Atmung. Während einer Corona-Infektion neigen viele Menschen dazu, dysfunktional zu atmen, also zu schnell und zu tief. Diese Atmung verstärkt die Symptome.

Besonders problematisch wird dies bei Personen mit chronischem Hyperventilationssyndrom, das häufig durch eine vorherige Covid-Erkrankung verstärkt wird.

Husten ist ein typisches Symptom bei Covid-19, und es führt zu einem hohen CO2-Verlust.

Doch anstatt eine Atempause nach dem Husten einzulegen, um den CO2-Spiegel zu normalisieren, atmen viele weiter. Ein niedriger CO2-Spiegel begünstigt jedoch die Blutgerinnung.

Diese umlaufenden Thrombosen, die durch Fehltatmuster und Entzündungen entstehen, führten in unserer Praxis dazu, Blutgerinnungshemmer zu verschreiben, um schwerwiegende Komplikationen zu vermeiden.

Tatsächlich haben wir entdeckt, dass durch gezielte Atemübungen der Gesundheitszustand stabilisiert werden kann, selbst in kritischen Situationen. Beispielsweise konnten wir einen jungen Covid-Patienten durch Atemübungen stabilisieren, sodass ein Krankenhausaufenthalt vermieden wurde.

Es ist essenziell, bei einer entzündlichen Erkrankung wie Covid-19 auf eine ruhige Atmung zu achten. Besonders nach Niesen oder Husten sollte eine Atempause eingelegt werden, bis der normale Atemreflex sich wieder einstellt.

Bei stark eingeschränkter Lungenfunktion sollte zwingend ärztlicher Rat eingeholt werden und gegebenenfalls der Sauerstoffsättigung geprüft werden.


Quellen: Effect of Enoxaparin on D-dimer levels in hospitalized Corona Virus patients with a comparison of its level in patients with comorbid conditions.

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