![]()
Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hyperventilationssyndrom
Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.
Die Kontrollpause, auch als 'Control Pause' bekannt, ist kein Training, sondern eine Kontrollfunktion. Sie dient dazu, zu überprüfen, ob die Atemübungen richtig ausgeführt werden und ob sich die CO2-Toleranz mit der Zeit verbessert.
Es gibt einen klaren Unterschied zwischen einer Übung und dieser Kontrolle.
Der Puls gibt zuverlässig Auskunft darüber, wie schnell Ihr Herz schlägt und wie belastet Ihr Körper im jeweiligen Moment ist.
Während einer Atemübung misst man sinnvollerweise zunächst die Kontrollpause und den Puls, bevor man startet. Idealerweise bleibt der Puls nach der Übung gleich oder sinkt leicht, weil sich der Organismus beruhigt hat, und die Kontrollpause verlängert sich etwas.
Ist nach der Übung der Puls höher und die Kontrollpause kürzer, wurde möglicherweise zu stark reduziert geatmet. Ziel der Prozesse ist es, mit der Zeit weniger Atemzüge pro Minute zu machen und somit eine Art 'Atemdiät' zu praktizieren.
Entscheidend ist aber, dass dies in einer entspannten, ruhigen Art geschieht.
Bei alltäglichen Aktivitäten, wie etwa Hausarbeiten, ist ein Puls deutlich über 100 ein Zeichen für Stress im System.
Es empfiehlt sich, darauf zu achten, dass der Puls nicht über 80 bis 90 steigt. Moderne Smartwatches bieten eventuell eine Erinnerungsfunktion, falls der Puls steigt, was hilfreich sein kann. Ein wichtiger Lerneffekt liegt darin, das eigene System bewusst runterzufahren, um Stabilität, Resilienz und Gesundheit wieder aufzubauen.
Die Kontrollpause sollte immer im gleichen Zustand gemessen werden, also nicht einmal stehend, dann gehend oder dann wieder im Sitzen. Der Messvorgang ist standardisiert: Entweder Sie setzen sich immer auf dieselbe Art oder Sie legen sich flach hin.
Dieser Wert dient dann als persönlicher Maßstab. Auch wenn die Kontrollpause im Tagesverlauf schwankt, liefert eine Messung direkt nach dem Aufstehen bevor viele andere Einflüsse den Kreislauf belasten einen verlässlichen Ausgangswert.
Die Entwicklung der Kontrollpause lässt sich sinnvoll über Monate hinweg beobachten.
Boteco empfiehlt, im Sitzen zu messen. Persönlich finde ich jedoch das Liegen geeigneter, da man dort keine Haltungsmuskulatur anspannen muss und die Aufmerksamkeit leichter auf die Atemmuskulatur richten kann.
Man lässt beim Liegen nach dem Ausatmen den Atem einfach fließen, entspannt sämtliche Muskeln und startet dann die Stoppuhr, sobald die Atemstille beginnt. Sobald Sie das deutliche Bedürfnis verspüren, wieder einzuatmen, stoppen Sie die Zeit dieser Moment ist entscheidend und sollte immer auf die gleiche Weise ermittelt werden.
Wenn Sie diese Messung regelmäßig und konsequent durchführen, beobachten Sie mit der Zeit Veränderungen. Begleitend hilft es, nachts auf den Mund ein Tape zu kleben, um die Nasenatmung nicht zu verlieren, und tagsüber ebenfalls bewusst durch die Nase zu atmen.
Die Kombination dieser Praktiken verbessert Ihre CO2-Toleranz und die Gesamtregulation Ihres vegetativen Nervensystems spürbar.