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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hyperventilationssyndrom
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Bevor wir uns mit den Möglichkeiten der Ernährung bei Asthma beschäftigen, möchte ich auf die allgemeine Frage eingehen: Kann ich Asthma durch Vitamine oder Ernährung bessern? Diese Frage stellte ich mir selbst, als ich mit starkem Asthma zu kämpfen hatte.
Meine erste Anlaufstelle waren Experten der Lungenerkrankungen und Ernährungsmedizin.
Die allgemeine Meinung der Experten lautete, dass man nicht viel tun könne. Diese Aussage ist nicht ganz korrekt, denn es gibt durchaus sinnvolle ernährungsmedizinische Ansätze.
Einer der wichtigsten Aspekte ist das Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6-Fettsäuren in der Ernährung. Studien zeigen, dass ein Verhältnis von etwa 1:2 (Omega-3 zu Omega-6) eine anti-entzündliche Wirkung im Körper fördert und die Häufigkeit von Asthmaanfällen reduziert.
Viele Menschen neigen dazu, Omega-3-Fette durch Nahrungsergänzungsmittel wie Fischöl oder Algenöl zuzuführen, ohne die absolute Menge der Omega-6-Fettsäuren zu berücksichtigen.
Eine hohe Aufnahme von billigen Pflanzenölen wie Sonnenblumenöl, Rapsöl oder Sojaöl führt zu einem Übermaß an Omega-6-Fetten. Daher besteht die Taktik nicht nur darin, Omega-3-Fette zu ergänzen, sondern auch die Menge der Omega-6-Fettsäuren zu reduzieren.
Neben den Fettsäuren spielen weitere antientzündliche Maßnahmen eine Rolle. Ein hochnormaler Vitamin-D-Spiegel und eine ausreichende Versorgung mit Vitamin C können ebenfalls zur Verbesserung beitragen.
Für detaillierte Anleitungen, wie Sie diese Ernährungsanpassungen vornehmen können, empfehle ich mein Patientenhandbuch.
Eine besondere Aufmerksamkeit gilt den allergisch getriggerten Asthmafällen.
Häufig führen viele Menschen mit Asthma eine Vielzahl von Allergien, die durch Kreuzallergien verstärkt werden. In solchen Fällen kann eine immuntherapeutische Behandlung schwer umsetzbar und langwierig sein.
Hierbei konnte ich durch eine Fastenmimikry erstaunliche Erfolge erzielen.
Beim Fasten über etwa fünf Tage erfolgt eine gezielte Reduktion der Eiweißzufuhr. Der Körper beginnt, interne Proteine zu recyceln, was auch Allergie-Antikörper betreffen kann.
Nach mehreren Fastenzyklen konnte ich viele meiner Allergien signifikant reduzieren und allergische Reaktionen auf Lebensmittel, die ich seit Jahren vermieden hatte, vermeiden.
Zusammengefasst können Sie durch eine Kombination aus omega-3-reicher Ernährung, der Reduktion von Omega-6-Fettsäuren, ausreichender Versorgung mit Vitaminen und Fastenmimikry Ihre Asthma-Symptome lindern.
Dies allein wird das Asthma jedoch nicht vollständig heilen, kann aber ein wichtiger Baustein in Ihrer langfristigen Therapie sein.