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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hyperventilationssyndrom
Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.
Was ist der Unterschied zwischen gängigen Atemübungen und der Art von Atemtherapie, die wir machen? Das Problem der chronischen Hyperventilation ist zweigeteilt: Unsere Atmung wird entweder bewusst oder unbewusst gesteuert.
Für die meisten von uns läuft die Atmung 99,9 Prozent des Tages unbewusst ab, es sei denn, wir achten explizit darauf. Unser Gehirn hat ein Schema entwickelt, nach dem die Atmung ohne unser Zutun abläuft.
Ein falsch programmierter Autopilot führt bei chronischer Hyperventilation oft zu zu schnellem oder zu tiefem Atmen. Ziel der Atemtherapie soll es sein, den Autopiloten umzustellen. Während kurzfristige Atemübungen entspannen können, fehlt ihnen oft die Nachhaltigkeit, die unsere Therapie bietet.
Die meisten eine kurze Wirkung, jedoch keine langfristige. Das Hauptziel unserer Therapie ist es, den Autopiloten so zu verändern, dass man, unabhängig von der Situation, korrekt atmet und die chronische Hyperventilation reduziert.
Dies erfordert spezielle Techniken, die über einfache Atemübungen hinausgehen.
Einige Kollegen arbeiten beispielsweise mit Kohlenstoffdioxid-Messgeräten, die Echtzeit-Biofeedback liefern.
Trotz potenzieller kurzfristiger Erfolge kann dies zu einer Fixierung auf Zahlen statt auf richtige Atemmuster führen. Wir setzen stattdessen auf die Kontrollpause, die einfacher messbar und ortsunabhängig ist.
Die Entwicklung der Kontrollpause über die Zeit ist entscheidend. In der Regel können wir diese pro Woche um zwei bis drei Sekunden verbessern. Das Verfahren kann mehrere Monate dauern und erfordert ein strukturiertes Vorgehen.
Schnelle Veränderungen über Nacht sind selten realisierbar.
Wichtige Bestandteile der Therapie sind regelmäßige Übungen und die Überwachung der Kontrollpause vor und nach den Übungen.
Alle Aktivitäten sollten idealerweise die Kontrollpause erhöhen oder sie zumindest gleich halten. Eine angestiegene Kontrollpause zeigt eine effektivere Atmung an.
Atemübungen sollten regelmäßig und konsistent durchgeführt werden.
Wichtig ist, dass während der Übungen ein leichter Luftmangel empfunden wird, sodass sich das Gehirn an einen höheren CO2-Spiegel gewöhnt. Dies trainiert das Gehirn und hilft, den Autopiloten langfristig umzustellen.
Letztlich geht es darum, dass kontinuierliches und strukturiertes Training den Autopiloten erfolgreich umprogrammiert. Nachlässiges Üben erzielt leider nicht den gewünschten Effekt.