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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hyperventilationssyndrom

Herzübung und LSD-Atemwelle

Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.

Video-Transkript

Die Atemregulation hat einen großen Einfluss auf das vegetative Nervensystem. Gerade bei chronischer Hyperventilation kann eine zu schnelle oder zu tiefe Atmung Beschwerden verstärken. Viele Betroffene spüren innere Unruhe, Herzklopfen, Druckgefühl im Brustkorb, Schwindel oder eine allgemeine Übererregung.

Eine langsame, geräuschlose Nasenatmung kann hier entlastend wirken.

Eine einfache Form ist die strukturierte Atemübung mit vier Sekunden Einatmen, kurzer Pause und längerem Ausatmen.

Und genau diese kleine Pause nach der Einatmung kann durch ein sanftes Einziehen des Bauches ergänzt werden. Dadurch wird das Zwerchfell leicht mobilisiert. Es geht dabei nicht um Kraft. Es geht um Leichtigkeit.

Weniger ist mehr.

Wenn Sie diese Atemform in aufrechter Haltung üben, kann sich der Brustkorb freier anfühlen. Die Füße stehen dabei ruhig auf dem Boden oder Sie sitzen im Schneidersitz.

Der Oberkörper richtet sich auf. Das Brustbein hebt sich leicht. So entsteht eine gute Ausgangsposition, ohne dass Sie sich verspannen müssen. Auch im Liegen lässt sich die Übung gut durchführen.

Wichtig ist, dass Sie nicht aktiv Luft einsaugen. Der Atem soll geführt einströmen. Ebenso soll die Ausatmung langsam ausfließen. Und nach dem Ausatmen darf Stille entstehen, wenn sie natürlich kommt.

Diese Pause ist kein Muss. Wenn der Atemimpuls früher zurückkehrt, atmen Sie einfach wieder ein. Das ist ein wesentlicher Punkt bei chronischer Hyperventilation. Der Körper soll Sicherheit erleben, nicht Druck.

Die vorbereitende Übung kann als Atementlastung für das Herz verstanden werden. Sie wird in der Praxis auch bei Menschen eingesetzt, die sich nach einem Herzinfarkt erholen oder andere Herzprobleme haben.

Die langsame Atmung unterstützt dabei die Beruhigung des autonomen Nervensystems. Gleichzeitig kann sich die Lymphe besser bewegen. Auch die Durchblutung wird angeregt. Der Körper kommt aus dem Modus von Anspannung und Daueraktivierung heraus.

Und manchmal bemerken Sie erst während des Übens, wie fest bestimmte Bereiche geworden sind. Nacken, Schultern, Hüfte oder der Brustraum können sich steif anfühlen. Dann helfen kleine Mikrobewegungen.

Eine sanfte Bewegung der Wirbelsäule, ein leichtes Kreisen der Augen bei geschlossenen Lidern oder ein vorsichtiges Anheben der Hüftschaufeln kann Spannungen lösen. Diese Mikrozirkulation unterstützt die lokale Durchblutung und kann das Atemerleben deutlich verbessern.

Die Kombination aus ruhiger Atmung und kleiner Bewegung ist besonders interessant. Wenn Sie weniger atmen, steigt der CO2-Gehalt im Blut leicht an. Das ist bei chronischer Hyperventilation oft erwünscht, weil CO2 eine Rolle bei der Entspannung der glatten Muskulatur spielt.

Dadurch kann mehr Weite entstehen. Das Atemgefühl wird ruhiger, und der Körper reagiert oft mit Wärme, Speichelfluss oder einem weicheren Gefühl im Brustkorb.

Im nächsten Schritt kann die Atemwelle hinzukommen.

Dabei atmen Sie durch die Nase, geräuschlos und langsam. Die Atmung folgt einer Wellenbewegung. Beim Einatmen baut sich die Welle auf. Dann kommt der Übergang. Beim Ausatmen bricht die Welle.

Danach folgt eine natürliche Pause. Diese Atemwelle ist eine gute Form, um einen ruhigen Rhythmus zu finden und den Luftwunsch besser zu beobachten, ohne in Stress zu geraten.

Und genau dieser Luftwunsch ist ein wichtiger Beobachtungspunkt.

Viele Menschen mit chronischer Hyperventilation haben das Gefühl, noch mehr atmen zu müssen. Hier kann es hilfreich sein, dieses Empfinden nur wahrzunehmen, ohne sofort darauf zu reagieren. Sie bleiben entspannt.

Sie warten auf den natürlichen Atemimpuls. Wenn das zu viel wird, gehen Sie wieder in weiche Bewegungen zurück. Auch das ist Teil der Übung.

Die Atemwelle kann mit inneren Bildern unterstützt werden.

Manche Menschen stellen sich einen Strand vor, das Rauschen des Meeres, ein warmes angenehmes Klima, Berge oder grüne Landschaften. Solche Bilder helfen, den Atem nicht als Leistung, sondern als ruhigen Rhythmus zu erleben.

Der Körper darf sich in die Räumlichkeit hinein entspannen.

Wenn Sie am Ende die Augen schließen und den Körper von Kopf bis Fuß wahrnehmen, merken Sie vielleicht Veränderungen.

Die Hände oder Füße können wärmer sein. Der Speichel kann geflossen sein. Die Augen können weicher wirken. Vielleicht fühlen Sie mehr Raum im Brustkorb. Vielleicht sind Sie mental zentrierter.

Solche Reaktionen passen zu einer Beruhigung des vegetativen Nervensystems und zu einer besseren Selbstwahrnehmung.

Für Menschen mit chronischer Hyperventilation ist es hilfreich, Atemübungen nicht zu intensiv, sondern präzise und dosiert zu üben.

Entscheidend ist nicht das Maximum, sondern die Qualität. Die Atmung soll weich bleiben. Der Körper soll sich sicher fühlen. Dann kann sich das Atemmuster schrittweise normalisieren. Und genau darin liegt der besondere Wert solcher Atemformen: Sie verbinden Wahrnehmung, Regulation und Entspannung auf einfache Weise.

Die Atemwelle, die langsame Ausatmung und die kleinen Mikrobewegungen können im Alltag eine gute Unterstützung sein, vor allem am Abend. So lässt sich der Übergang in die Ruhe erleichtern.

Gleichzeitig wird das Herz entlastet und die Aufmerksamkeit auf einen ruhigen, natürlichen Atemrhythmus gelenkt.


Quellen: Comparison of the active cycle breathing technique with other self-administered breathing techniques for the management of mucociliary production in cystic fibrosis A systematic review.

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