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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hyperventilationssyndrom

Höherer CP durch leichten Hunger, Fasten oder ketogene Ernährung - gut oder schlecht?

Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.

Video-Transkript

Fasten und spezielle Ernährungsweisen, wie die ketogene Diät, werden oft diskutiert im Zusammenhang mit ihrer Fähigkeit, den Körper und seinen Stoffwechsel zu beeinflussen. Eine spezielle Rolle spielt dabei der CP-Wert (Control Pause), ein Maß für die Kohlendioxidtoleranz im Körper, der vermuten lässt, wie gut oder schlecht Personen mit bestimmten Gesundheitszuständen zurechtkommen.

Doch was passiert eigentlich im Körper während des Fastens oder bei einer ketogenen Ernährung und wie beeinflusst dies den CP-Wert?

Die Grundlage bildet der Energiestoffwechsel.

Normalerweise verbrennt der Körper Kohlenhydrate mit Sauerstoff, was Kohlendioxid (CO2) produziert. Dieses CO2 wird dann abgeatmet. Der CP-Wert misst, wie lange man den Atem anhalten kann, bevor das Bedürfnis zu atmen durch den Anstieg des CO2-Spiegels im Körper ausgelöst wird.

Ein höherer CP-Wert deutet auf eine bessere Kohlendioxidtoleranz hin.

Und hier wird es interessant: Wenn jemand fastet oder eine ketogene Diät folgt, schaltet der Körper von der Kohlenhydrat- zur Fettverbrennung um.

Bei der Fettverbrennung entsteht weniger CO2, etwa 30% weniger als bei der Kohlenhydratverbrennung. Das bedeutet, der Anstieg des CO2-Spiegels im Körper erfolgt langsamer und der CP-Wert kann künstlich erhöht erscheinen.

Doch diese „nderung ist nicht unbedingt ein Zeichen für eine verbesserte Gesundheit. Der erhöhte CP-Wert unter Fasten oder ketogener Diät reflektiert vielmehr eine veränderte Stoffwechselaktivität als eine echte Verbesserung der CO2-Toleranz.

Während Fasten kurzfristig Stresshormone im Körper aktivieren kann, die paradoxerweise den CP-Wert stabilisieren oder sogar leicht erhöhen können, bringt eine dauerhafte Erhöhung durch Fettstoffwechsel allein, keine signifikanten gesundheitlichen Vorteile.

Dennoch ist das Fasten nicht von der Hand zu weisen. Es bietet einen hormetischen Effekt, eine Art Training für den Körper, das ihn widerstandsfähiger gegenüber Stress macht.

Wichtig ist aber der richtige Umgang: Eine Balance zwischen Fastenperioden und einer ausgewogenen Ernährung zu finden, statt einer dauerhaften Einschränkung durch extreme Diäten. Nur so kann der Körper von den Vorteilen des Fastens profitieren, ohne die Nachteile einer dauerhaft veränderten Stoffwechsellage in Kauf nehmen zu müssen.

Es gilt also zu verstehen, dass die Veränderungen im CP-Wert durch Fasten oder ketogene Diät mehr aufzeigen als nur eine Zahl. Sie spiegeln vielschichtige Vorgänge im Körper wider, die sowohl Möglichkeiten als auch Grenzen solcher Ernährungsformen aufzeigen.

Die Herausforderung liegt darin, diese Erkenntnisse sinnvoll zu nutzen, um die eigene Gesundheit auf nachhaltige Weise zu verbessern.


Quellen: Evaluating the efficacy and mechanisms of a ketogenic diet as adjunctive treatment for people with treatment-resistant depression A protocol for a randomised controlled trial.

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