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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hyperventilationssyndrom
Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.
Der Kontrollpausenwert, kurz CP-Wert, ist ein zentrales Instrument, um die Atmung bei chronischer Hyperventilation zu bewerten und zu verbessern.
Viele Menschen sind zu Beginn unsicher, wie sie ihren tatsächlichen CP-Wert korrekt feststellen können. Die zentrale Frage lautet: Sollten Sie sich eher für einen etwas längeren oder einen etwas kürzeren Wert entscheiden, wenn Sie sich beim Messen nicht sicher sind?
Wichtig ist zunächst, die Definition des CP zu verstehen.
Die Kontrollpause beschreibt die Zeit, die Sie nach normaler Ausatmung stressfrei die Luft anhalten können. Sobald Sie das Gefühl haben, dass der Atemstillstand unangenehm wird oder Sie danach merklich tiefer atmen müssen, ist diese Zeitspanne bereits überschritten.
Entscheidend ist, dass die Pause vollkommen entspannt verläuft und Sie danach wie gewohnt weiteratmen können. Der korrekte CP-Wert liegt daher unmittelbar unterhalb der Dauer, nach der sich ein Unwohlsein einstellt oder das Bedürfnis auftaucht, intensiver zu atmen.
Es kommt häufig vor, dass Patienten zunächst sehr niedrige Werte messen selbst 6 oder 7 Sekunden sind möglich. Das ist keineswegs problematisch. Gerade bei Atemstörungen wie der chronischen Hyperventilation stellt der CP ein Messinstrument dar, um den Verlauf und die Erfolge Ihrer Therapie zu überwachen.
Ein hoher Anfangswert, etwa 50 Sekunden oder mehr, ist meist ein Zeichen dafür, dass keine Atemtherapie erforderlich ist. Der eigentliche Sinn der Messung ist es herauszufinden, wie Sie starten, und dann gezielt darauf aufzubauen.
Sie dürfen den CP ähnlich betrachten wie eine Form der Altersvorsorge. Entscheidend ist nicht, dass Sie bereits mit einem hohen Wert beginnen, sondern dass Sie konsequent und regelmäßig daran arbeiten, den CP-Wert langfristig zu steigern.
Selbst mit niedrigen Startwerten lässt sich durch kontinuierliches Training ein bedeutender Fortschritt erzielen ähnlich wie ein kleines Budget, das über die Jahre zu einer ansehnlichen Rente heranwächst.
Von besonderer Bedeutung ist dabei, dass Sie Ihre eigenen Fortschritte realistisch messen. Es bringt wenig, sich zu überschätzen und zu lange Pausen zu wählen, nach denen Sie deutlich tiefer atmen als zuvor.
Denn so behindern Sie Ihre eigene Entwicklung innerhalb der Atemtherapie. Sie sollten den Punkt erkennen, an dem Sie eine erste, leichte CO2-Toleranz spüren, ein wenig in diesem Zustand verweilen und dann die Messung beenden, bevor das Bedürfnis entsteht, tiefer durchzuatmen.
Mit dieser Strategie werden Sie feststellen, dass der CP-Wert allmählich steigt. Aus den anfangs nur wenigen Sekunden werden 20, 30, 50 Sekunden und plötzlich gelingt es Ihnen, ganz entspannt einen vollen Atemzug lang bis zu einer Minute ruhig auszuhalten, ohne Atemdruck zu empfinden.
Dieser Fortschritt ist keine Zauberei, sondern das Ergebnis von Übung und Ausdauer.
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