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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hyperventilationssyndrom
Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.
Viele Menschen erleben beim Training der eigenen Atmung und insbesondere der Kontrollpause (CP), dass trotz regelmäßigem Üben keine Fortschritte mehr sichtbar werden.
Diese Erfahrung kann zutiefst frustrierend sein. Was also tun, wenn das Gefühl entsteht, auf der Stelle zu treten?
Ein häufiger Grund für die Stagnation kann tatsächlich zu viel oder zu verbissenes Üben sein.
Wer sich diszipliniert ans Training macht, dabei aber nicht wirklich in sich hineinspürt und dem eigenen Körper zuhört, läuft Gefahr, ins Gegenteil dessen zu kippen, was eigentlich förderlich wäre.
Das richtige Maß entscheidet.
Insbesondere bei Frauen ist der individuelle Zyklus ein elementarer Faktor, mit dem man die Trainingsintensität abstimmen sollte. Die Zeit nach der Menstruation bis zum Eisprung ist die aktive Phase: Hier können Sie Resilienz aufbauen, intensiver trainieren, den Körper fordern und auf eine proteinreiche Ernährung achten.
Gegen Ende des Zyklus, nach dem Eisprung, sollte der Fokus jedoch zunehmend auf Entspannung liegen. Yoga, Dehnen und sanfte Atemübungen wie LSD-Atmung sind jetzt besonders wertvoll. Während der Menstruation selbst dürfen Ruhe und regenerative Elemente im Vordergrund stehen.
Männer dagegen arbeiten in einem 24-Stunden-Rhythmus und profitieren davon, morgens wenn das Testosteron am höchsten ist die aktiven Übungen zu legen und den Abend für Entspannung, Meditation oder Body Scan zu reservieren.
So unterstützt der eigene Biorhythmus das Atemtraining optimal.
Oft werden die inneren Antreiber und der Druck von außen unterschätzt. Wir halten Anspannung für normal, weil sie das ganze Leben begleitet haben kann.
Doch zu viel Druck führt dazu, dass der Körper nicht mehr reagiert, selbst wenn Sie alle Atemübungen korrekt durchführen.
Eine zentrale Aufgabe ist es daher, einen Ausgleich zwischen Aktivität und Entspannung zu finden.
Sie dürfen sich zum Beispiel mit längeren Atempausen fordern, müssen aber rechtzeitig erkennen, wenn daraus Druck entsteht und das Training kontraproduktiv wird. Besonders Menschen, die kaum zur Ruhe kommen, sollten bewusst Pausen und Momente der Achtsamkeit einbauen, um innere Unruhe anzunehmen und den Körper zur Ruhe kommen zu lassen.
Dies kann ein wesentliches Lernfeld sein und wird von klassischen Ateminstruktoren oder im hektisch gestalteten Yoga oft nicht ausreichend vermittelt.
Ein Erwachsensein im Zustand ständiger Aktivität getrieben von To-do-Listen und weiteren Verpflichtungen, sogar in der Freizeit führt schließlich zu tiefer Erschöpfung.
Insbesondere Menschen mit Long COVID oder Chronic Fatigue Syndrome berichten häufig, dass sie ihre eigenen Grenzen lange übergangen und Warnsignale ignoriert haben. Solch dauerhafte Überlastung resultiert meistens darin, dass der Körper letztlich streikt.
Daher ist es unabdingbar, eine echte Korrespondenz mit dem eigenen Körper wiederherzustellen. Das beginnt mit dem bewussten Wahrnehmen und Fühlen, setzt sich fort im Ernstnehmen von Körpersignalen und mündet schließlich in einem individuellen Rhythmus, der Aufbau und Regeneration gleichermaßen ermöglicht.
Erst wenn das gelingt, können sich auch beim Atemtraining wieder Fortschritte zeigen.